Meldungen, die zu denken geben

Es gibt 4.905 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Brummm.

  • Alter Nörgler. Wir sind doch in einem Land in dem wir gut und gerne leben (und abgestochen werden).


    Wenn die den erwischen, bekommt er eine Verurteilung wg. Körperverletzung und ist spätestens nach 6 Jahren wieder "resozialisiert". Aber stimmt ja, ich hab ja keine Ahnung.


    Wie der Straßbourg Attentäter. 27 Verurteilungen wg. Körperverletzung und Einbruch. So lange immer wieder frei gelassen , bis 4 Menschen sterben mussten. Da lobe ich mir doch die USA.

    Meine Meinung: Wer nachweislich und vorsätzlich Menschen getötet hat (oder eine Strafakte mit Gewaltverbrechen so dick wie das Telefonbuch von Berlin): An die Wand stellen und tschüss.

  • Ich muss natürlich auch anführen, daß der Großraum Nürnberg schon ein besonderes Pflaster geworden ist, u.a. weil man sehr wenig steuernd eingreift oder dann nur halbherzig. Der OB freut sich regelmäßig, daß seine Stadt wächst - halt nur mit welcher Klientel.

    Man denke nur an das lächerlich kleine Problem der "Trinker-/Drogenszene" am Hauptbahnhof, da hat man jetzt gut 20 Jahre halbherzig rumgedoktert.


    Ich sehe das schon differenzierter und auch anders als Du oder die USA.


    Unser Strafsystem funktioniert schon ganz gut für Menschen, "denen mal etwas passiert". Sie können tatsächlich büßen und werden zurück in ein normales Leben geleitet.

    Es funktioniert aktuell nur überhaupt nicht mehr gut bei Dauertätern oder Menschen, die völlig andere Vorstellungen eines Zusammenlebens haben.


    Gewalt mit dauerhafter Gegengewalt beantworten für nur zu mehr Gewalt insgesamt und zu einer Verrohung.

    Wir brauchen deutlich mehr Menschen in der Justiz, Prozesse müssen innerhalb kürzester Zeit beginnen können, und hinterher bedarf es einer deutlich besseren Kontrolle und begleitende Maßnahmen.

    Oder ggf. deutlich repressiver Maßnahmen wie Verwahrung inkl. dem Zwang, für seine Versorgung zu arbeiten etc.


    Aber wer soll das denn bezahlen im reichen Deutschland?

  • Das lässt sich, im Gegensatz zu dem vor deinem Beitrag stehenden Unfug, durchaus lesen.


    Tatsächlich ist unser Rechtssysstem mit (extremen) Intensivtätern bisweilen überfordert. Das ist zwar in anderen Rechtsstaaten kaum anders - und kann auch kaum anders sein, weil man manchen Menschen mit rechtsstaatlichen Mitteln schlicht nicht beikommt. Nur macht diese Erkenntnis das Problem nicht besser. Gleichwohl halte ich es nach wie vor für richtig, dass unser Rechtsstaat Würde bewahrt und nicht - beispielsweise - zu mittelalterlichen Mitteln wie der Todesstrafe greift. Zumal auch diese einen gewissen Grad des Intensivtäters bekanntlich nicht abschreckt.


    Zum anderen gelingt m. E. zu vielen Klein- bis Mittelkriminellen zu lange der "Flug" unterhalb des Radars der Justiz. Das ist deshalb schlimm, weil es zu einem schleichenden Verlust des Vertrauens in den Rechtsstaat führt. Wenn ein Mensch z. B. beim Kauf eines Gebrauchtfahrzeugs "professionell" über's Ohr gehauen wird, dann wird er den Verlust wahrscheinlich irgendwie verschmerzen - wie die anderen Betrugsopfer auch. Aber die Masse der Betrogenen fühlt sich vom Rechtsstaat im Stich gelassen, wenn dieser solche Kriminellen mit Hinweis auf den "geringen" Schaden nicht engagiert verfolgt. Ich habe genau solche Themen über Jahre hinweg aus erster Hand erlebt und mitbetreut. Spaß macht so etwas wirklich nicht.


    Die Lösung hast du m. E. ziemlich ordentlich auf den Punkt gebracht: Der Ordnungsapparat des Bundes und der Länder muss effektiver, effizienter und präsenter werden. Das kann nur klappen mit - mindenstens - deutlich mehr und engagiertem Personal. Ob Polizei und Justiz darüber hinaus auch mehr Rechte benötigen, ist diskutierbar (und sollte m. E. auch diskutiert werden). Aber jedenfalls muss es endlich aufhören, dass jede Menge Unrecht nicht verfolgt wird, weil es dafür schlicht kein Personal gibt.