Schaltet die Automatik wirklich so schlecht? Und ist der R51 für Osteuropa/ Asien geeignet?

Es gibt 26 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Z33Olli.

  • Hallo liebe Nissan-Gemeinde,

    da ich neu bin, möchte ich mich kurz vorstellen:
    Mein Name ist Micha. Ich hoffe in 1 Jahr aus dem Alltag ausbrechen zu können und für eine längere Zeit mit dem Auto durch Asien zu fahren.

    Dafür suche ich im Moment das passende Fahrzeug und ihr könnt Euch denken, welches Modell ich nun ins Auge gefasst habe :)
    Bisher wäre ein Mitsubishi Pajero (V50) mein Favorit gewesen, aber ich denke, dass ein Pathfinder noch geräumiger und etwas bequemer für so eine Tour ist. Falls ich mich irre, dann sagt es mir gern.

    Bevor ich nun 500km durch Deutschland fahre um mir einen schönen gebrauchten R51 mit 2,5L Diesel anzuschauen, habe ich noch eine Sache, die mich verunsichert. Da dachte ich, dass ich einfach mal die Experten frage (das seid ihr ;)).

    Ich werde viel mit 70-100km/h durch die Gegend cruisen und mein größter Kostenpunkt wird der Diesel sein. Dann erschreckt es mich natürlich sowas zu lesen:

    "Beim entspannten Mitrollen im Großstadtverkehr um 60 km/h, wo kaum Drehmoment gebraucht wird und das Tempo sich selten ändert, war das Getriebe auch manuell nicht davon zu überzeugen, in den vierten oder einen höheren Gang zu schalten. Folge: Unnötig hohe Drehzahlen (fast 2000 Touren) und entsprechend erhöhter Verbrauch. "
    Quelle

    Der Artikel bezieht sich auf den 3.0L mit 7 Fahrstufen. Ist das beim 2,5L auch so anstrengend?
    Wie schaut es mit der Charakteristik der Automatik hier aus?



    Falls jemand südlich von Berlin wohnt und bereit wäre mich für ein angemessenes Taschengeld mal 10min in einem Pathfinder mitzunehmen, damit ich einen echten Eindruck von dem Auto bekomme, dann wäre ich super happy! :perfekt:

    Und ja, sobald ich mir einen Gebrauchten geholt habe, leg ich nochmal 250€ drauf und baue mir einen neuen Wasserkühler ein. Ich habe schon fleissig dazu im Board gelesen.
    Hierzu an dieser Stelle noch kurz mein Kommentar zu der, viel von euch diskutierten, Notwendigkeit der zusätzlichen AT-Kühlschleife:
    "Konstruktiv gut, weil dadurch das Öl schneller warm wird und damit die Automatik bei Kälte komfortabler schaltet."
    Quelle

    So, vielen Dank schon jetzt für eure wertvollen Hinweise!

  • Hallo Micha,


    ab Georgien wird der Diesel so schwefelhaltig das alle Modelle mit DPF ausscheiden (Es sei denn du lässt den Filter durchbohren was aber auch nur bei den 171 PS geht ohne das das Steuergerät Amok läuft). Die ohne DPF also 2005 dürften mit dem Fahrwerk (Querlenkerbuchsen Traggelenke, Feder, Dämpfer) alle kurz vor Ende sein. Nach den ersten 5000 km Piste ist das Fahrwerk komplett fertig. Austausch ist nicht so einfach da grundsätzlich alle Einstellschrauben fest. D.h. nicht einfach auswechseln sondern Querlenker herausflexen. In den "Zielländern" machen die das günstig, es dauert aber Teile aufzutreiben und Du verbringst viel Zeit in Werkstätten. Von der Elektronik rede ich jetzt mal gar nicht...…. Verteilgetriebe lassen wir auch außenvor. Hochdruckinjektoren?


    Wenn Du die Reise genießen willst und nicht nur drüber nachdenken willst was Du Deinem Auto zumuten kannst dann wähle je nach Budget einen Y61 oder R20.

    Ich selbst habe auch 2x R20 einmal mit 2,7l einmal mit 3,0l. Insbesondere der 2,7 l von 1997 ist extremst robust und wird seinen Kollegen von 2003 überleben. Leicht, sparsam, preisgünstig, gut zu reparieren, gute Sitze, erstaunlicher Komfort.


    Gruß

    Jochen

  • Also ich muss da auch meinen Senf dazu geben.

    Mit dem Ferkel Richtung Asien :huh:...

    Ich gehe davon aus, dass es wohl ein gebrauchter mit reichlich Kilometern auf der Uhr werden wird. Es ist also davon auszugehen, dass auf der Tour mal das ein oder andere Sensorchen oder Radlager mal aussteigen könnte. Such mal Werkstätten im Zielgebiet die solche Ersatzteile zügig beschaffen können. Ich würde ebenfalls zum Alteisen Offroader greifen.

    Zur Automatik, Oldscool ... Wandler ... naja mich hats nie gestört und mein Verbrauch war beladen mit Dachzelt und größeren Reifen bei ca 10 Litern im Schnitt.

    Denk nochmal in Ruhe drüber nach bevor Du ein Ferkel schießt.


    Gruß Rene

    ... vertraue nur deinem Arsch, denn der steht immer hinter Dir.

  • Hallo,

    Ich fahre den Nissan jetzt seit 4 Jahren in Afrika und bin sehr zufrieden mit dem Auto... Das bei nem gebrauchten alles so am Ende ist kann ich nicht bestätigen. Meiner hatte 72000 Meilen bei Kauf, jetzt 96000 Meilen auf der Uhr. Außer der bei Kauf defekten Klima und das Riemenrad der Lichtmaschine hatte ich nichts größeres auf wirklich üblen Pisten. Jetzt ist die Handbremse fällig und den Luftmassenmesser werde ich mal tauschen. Meiner hat aber keine Automatik, für Afrika ist im Reparaturfall ein manuelles Getriebe vorteilhafter.

    Ich ganz persönlich würde mir kein Alteisen für ne Reise anschaffen. Für meinen R20 hatte ich selbst in Südafrika keine Frontscheibe mehr erhalten... Für ein neueres Model hat man zumindest die Möglichkeit, sich das Ersatzteil hier zu besorgen und im Notfall schicken zu lassen. Für Asien sehe ich da kein großes Problem, viele Hersteller lassen ihre Pick ups in Thailand bauen und der r51 ist zumindest identisch mit dem Navarra der weiter verbreitet ist als der Pathfinder.

    Gruß

    Ford Focus MK3 Turnier, magnetic grau, 120 Diesel PS, Power Shift und happy

    VOLVO C70 I Cabrio nach 19 Jahren verkauft
    NISSAN Pathfinder, 2,5 Liter, ohne DPF, Bj.2005, Rechtslenker, fährt im südl. Afrika

    Nissan Terrano II, 2,4 Liter Benzin, BJ. 1995, 14 Jahre Afrika - im Autohimmel angekommen

    Einmal editiert, zuletzt von Sambezi1 ()

  • Hallo Sambezi,


    ich nehme mal an Du hast Dein gutes Stück im sonnigen Afrika erworben - also quasi Rostfrei. Und dann erst 160000km. Freu Dich!

    Die 2005er die hier zum Verkauf stehen sehen da ein wenig anders aus. Die haben hier auch üblicherweise 200000km+ gelaufen.

    Der Verweis auf den Navara ist zwar richtig, aber gerade besonders empfindliche/anfällige Teile, sind dort einfacher und robuster.

    (Hinterachsaufhängung, Verteilgetriebe, Differenzial)


    Eine neue Windschutzscheibe habe ich letztes Jahr in Tiflis noch problemlos für umgerechnet 90€ bekommen (mit Einbau).


    Gruß

    Jochen

  • Hi

    Nein in England gekauft.

    Naja... Namibia - Tiflis für ne Scheibe.... Auch nicht schlecht.

    Jedenfalls bin nach 14 Jahren R20 absolut nicht überzeugt, dass der gegenüber dem R51 Vorteile hat.

    Robustheit für den Fall der Fälle die höchstwahrscheinlich nie eintreten werden... Aber da hat jeder seine eigene Philosophie... Schon das Allradsystem des R51 sind Welten dem R20 und anderen Altgurken quer durch die Marken voraus.

    Ach.... Und wenn man sich die anguckt, die mit den höchsten Kilometerstanden noch verkauft werden, dann ist einer mit 200000 auch noch gut für weitere 100000km. Denke ich zumindest. Nur ein Automatik würde ich beim R51 ni ht für eine Fernreise nehmen. Auch wenn der bekannte Mangel behoben wäre.

    Gruß

    Ford Focus MK3 Turnier, magnetic grau, 120 Diesel PS, Power Shift und happy

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    Einmal editiert, zuletzt von Sambezi1 ()

  • Die Scheiben kriegst Du ja auch hier:

    https://www.ebay.de/itm/Windsc…d3e6d3:g:0DAAAOSw0cJbJ7Ku

    Und Dein hängendes Fahrwerk hast Du doch auch schon überarbeitet und mit Luftfedern aufgepumpt.


    Allrad ist ein gutes Beispiel:

    Das Allrad System des R51 ein Zuschaltallrad wie auch beim R20 beim Patfinder über ein niedliches Elektromotörchen mit Plastik Zahnrädchen eingerückt, beim Terrano mit einem soliden Hebel. Der Patfinder hat dann eine mäßig arbeitende Traktionskontrolle die aber von der Funktion aller ABS Sensoren abhängig ist. Fällt einer aus - keine Traktionskontrolle. Beim Terrano haben wir ein klassisches LSD (Schlupfbegrenzung) Differential, zugegeben keine echte Sperre, aber mit dem richtigen Öl drin funktioniert das sehr intuitiv, wirksam und unabhängig von der Elektronik. Traktionskontrolle braucht der Terrano auch deshalb weniger weil er deutlich stärker verschränkt.

    Wenn Du die Untersetzung dann plötzlich brauchst, natürlich sollte man sie rechtzeitig vorher einlegen, legst Du beim Terrano den Hebel um und sie ist drin. Beim Pathfinder passiert es das er etwas verspannt steht, Dich die Allradanzeige anblinkt und nichts geht.


    Das Pathfinder Gimmick "Permanentallrad" oder "Auto" funktioniert nicht in der Untersetzung und ist eine hydraulisch betriebene Ölbadkupplung die Vorder- und Hinterachse regelbar verbindet. Regelung wieder über ABS Sensoren und Hydraulik Pumpe die durch die Fahrzeugbewegung angetrieben wird. Bei Langsam- (Anfahren) oder Rückwärtsfahrt braucht es aber dann ein weiteres niedliches Zusatzpümpchen mit Elektromotor das den Hydraulikdruck aufrechterhält. Um das Ganze zum laufen zu bringen braucht es dann auch noch ein Duzend Sensoren, Schalter und Ventile....Fällt eins davon aus.... Erklär das mal dem Techniker in weisnichtwo


    Der rustikale sperrbare Permanentallrad des Pajero, oder des Discos , oder des Landcruisers sind dieser Konstruktion bei weitem überlegen weil auch in der Untersetzung funktionierend.


    Tank

    Der Pathfinder hat einen ungeschützten Plastiktank der Terrano einen Stahltank der zugegebenermaßen gerne rostet aber auch

    einen stählernen Tankschutz.


    Murmeltier - neidisch schau ich auf den Y61! und rede mir dann immer ein das ich auf den kurvigen Strassen auf Korsika Vorteile habe oder das die Achskugeln gerne undicht werden....



    Nicht falsch verstehen: Wir lieben unseren Pathfinder und fahren Ihn von Marokko bis in die Türkei. Für weiter östlich haben wir unsere Terranos.


    Jochen


    P.S. Bin gespannt wofür sich Micha entscheidet. Der Pajero ist auch nicht schlecht.

  • Hi,

    Wie gesagt, jeder hat seine Philosophie... Die Luftfederung hatte ich auch im R20, aber warum schreibe ich mal nicht, zu umfangreich....

    Du bist glücklich mit deinem und ich mit meinem.

    Mein Auto steht dauerhaft voll beladen in Namibia... Vielleicht verstehst du jetzt einen Punkt für die Luftfederung, von Anpassung auf Gravelroad hast du auch gehört usw, usf. Übrigens hängt mein Auto nicht, gut das du das weißt..

    Jedenfalls wäre der Ebay Vorschlag nicht umsetzbar, eine Scheibe per Luft nach Afrika zu verschicken.

    Gruß

    Ford Focus MK3 Turnier, magnetic grau, 120 Diesel PS, Power Shift und happy

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    Einmal editiert, zuletzt von Sambezi1 ()

  • Jeder Pathfinder aus 2005 mit originalen Federn hängt hinten 2018 gute 3 cm tiefer als bei Auslieferung. Einfache Ermüdung.

    Wenn er dauernd vollbeladen rumsteht geht es wahrscheinlich noch schneller.

    Aufpumpen ist an sich keine schlechte Lösung - habe ich mir auch schon überlegt (MAD Goldschmitt)- geht aber hier nicht (TÜV).

    Der Ebay Vorschlag sollte lediglich zeigen das es fürs Alteisen noch alles gibt, Ich habe allerdings auch schon Autoscheiben auf Gepäckbändern gesichtet - Stell Dich mal zum Sperrgepäck da kommen sogar Fahrräder.

    Schönen Abend!

    Jochen

  • Dann hat meiner scheinbar schon neue Federn mal bekommen. Leer steht er hinten und vorne mit glaube 51 cm von Kotflügelkante - Radnabe da. Voll beladen Stimmen dann deine 3-5cm mit vollem Kühlschrank, 30 Liter sprit und 50 Liter Wasser plus Dachzelt und den Rest. Ich habe auch schon Kühler und Seitensheibe einfliegen lassen nur Bruch ist halt Bruch und es war vergebens....

    Aber das war ja nicht das Thema, im Notfall gehe ich jetzt in Lusaka, Johannesburg oder Harare zu Nissan, vin Nr. eingegeben und ich habe die Teile meist innerhalb 24 Stunden. Das klappt hervorragend. Beim R20 war das leider nicht der Fall, nach drei Getriebeschãden und Hydrostößelpriblemen weiß ich was ich erzähle.....


    Wenn ich nur an das wenn, hätte, wäre, könnte eventuell kaputt gehen, ausfallen, rote Lampe denke, dann darf ich nicht in die Pampa fahren.... Denn dort könnte bei mir das Herz, die Nieren ausfallen, ein Schlaganfall vorbei kommen, die Hüfte oder Arm brechen, nen Elefant angreifen, mich en Löwe erwischen, eine Mamba zubeissen.... Von daher ist ein Sensor der ausfällt das geringste Risiko. Nach mittlerweile 200000 km in Afrika habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Autos noch nie so ausgefallen waren, dass ich nicht mehr zur nächsten Ortschaft gekommen wäre. Von daher, bissl Vertrauen in die Technik, auch in die moderne und gut. Mir sind moderne Airbags, Rückhaltesysteme ebenso wichtig wie Komfort und das ist bei neueren Autos definitiv gegeben...

    Gruß

    Ford Focus MK3 Turnier, magnetic grau, 120 Diesel PS, Power Shift und happy

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    2 Mal editiert, zuletzt von Sambezi1 ()

  • Ich danke euch vielmals für eure wertvollen Hinweise.
    Nachdem ihr das nun so kontrovers diskutiert habt, bin ich ehrlich gesagt viel unentschlossener als vorher.. :confused:

    Ich verstehe, dass zu viel Schnickschnack kaputt geht und sich in der Pampa keiner damit auskennt. Der Pathfinder könnte mich sehr unglücklich machen wenn ich in Sibirien die ABS-Sensoren spinnen.
    Aber andererseits will ich nicht so ein ganz altes Modell haben weil unbedingt Sicherheit und ein bisschen Komfort auf so einer langen Reise dabei sein sollte (Klima und Tempomat z.B.)
    Y61 und R20 habe ich mir angeschaut und konnte mich nicht so recht damit anfreunden.

    Im Moment glaube ich, dass es vielleicht der Pajero V60 mit seiner ungeliebten Heckklappe wird. Der scheint robuster zu sein als ein Pathfinder mit seinen von Werk eingebauten Macken.

    Aber sicher bin ich noch nicht.

    Danke auf jeden Fall erstmal für eure Meinungen! (Das mit dem schwefelhaltigen Sprit war auch ein Super-Tipp!)

  • Das verwundert mich nicht, denn es gibt nicht Das Auto für eine Fernreise. Je mehr du dich mit dem Thema befasst wirst du festellen, dass das Für und Wider etwa 50/50 beträgt.

    Bedenke aber, dass gerade der Pathfinder in russischen Gefilden recht häufig anzutreffen ist. Gib mal bei Youtube Pathfinder r51 ein und du findest mehr Beiträge aus Russland als vom westlichen Teil der Erde. Auch in Aussi Land ist er nicht selten.

    Mitsubishi glaube ich haben ein weitaus dünneres Handlernetz weltweit als Nissan oder Toyota.

    Und glaub mir, wenn eine rote Lampe im Armaturenbrett leuchtet, dann hilft dir keine dDorfwerkstatt mehr, egal ob Toyota, Nissan, VW oder iveco. Mechanik repariert dir nun wieder jeder, auch an modernen Autos, es sei denn du hast einen Tuareg Modelljahr 2018.

    Trotzdem viel Freude bei der Planung und eine tolle Reise mit Eindrücken die du ein Leben lang nicht vergisst.

    Lass dich von deinem Ziel nicht abbringen

    Gruß

    Ford Focus MK3 Turnier, magnetic grau, 120 Diesel PS, Power Shift und happy

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  • Ich würde mir überlegen, eine älteren Offroader zu nehemn, bei dem die Ersatzteillage günstiger ist.

    Mal einen Blick über den Tellerrand wagen, und sich mal mit dem Landy beschäftigen. Nach jahrzehnter

    langer Geschichte dürfte da einiges zu bekommen sein, mal ganz von fähigen Mechanikern zu schweigen.

    Ein Tatra 813 hat kein Feinstaubproblem. :lol:

    Einmal editiert, zuletzt von Frank S ()

  • Mein ehemaliger Schmied ist vom Landrover weg wegen dem Teileproblem ^^

    -----====>>>>> :) 2001-2018 by Jens [NOT] :) <<<<<====-----
    Ein kluger Mann widerspricht keiner Frau. Er wartet, bis sie es selbst tut.

  • Landrover sind nun auch wirklich nichts für schwache Nerven!

    Tolle Fahrzeuge ansich, allerdings überteuert in der Anschaffung, und furchtbar unzuverlässig. Sie bringen dich zwar immer von A nach B, verlieren dabei aber soviel Öl oder machen sonstige nicht zwangsläufig tourbeendene Spirenzchen das man nach einer Tour in Kur muss. (Eigene Erfahrungen)


    Das Argument der hohen Pathi zahlen in

    russischsprachigen sollte man nicht vernachlässigen! Da sind Ersatzteile mal schnell eingebaut. Vor allem wird dort noch mehr richtig geschraubt und nicht nur ausgelesen.


    Wenn man nicht Hardcore Offroad Overlanding betreiben möchte, und das höchste der Gefühle eine Schotterpiste ist, hätte ich keine Skrupel das mit dem Ferkel zu bestreiten.


    Problem ist allerdings tatsächlich der DPF!

    Generell kann es schonmal nicht Schäden einen 2ten Kraftstofffilter einzubauen.


    MfG

    Thilo

  • Hallo Thilo,

    also der Pathfinder macht weitaus mehr als eine Schotterpiste.

    Ich war jetzt 4 Wochen mit Freunden im Kaokoveld und Damaraland in Namibia unterwegs. Die im Bremach 4x4 und ich in meinem Pathi. Dort wo der Bremach im Tiefstand verschiedener Trockenflussbetten untersetzt und gesperrt fuhr, ging der Pathfinder noch im high range ohne Mühe durch. Auch felsige Steilstrecken trudelt der r51 untersetzt im Standgas hoch. Da hatte der R20 schon oft mit den Hufen gescharrt und blaue Wölkchen stiegen seitlich aus dem Radkasten hoch...

    Nachteil ist halt die Bodenfreiheit, die ich aber wenigstens durch die Luftfederung in dem Fall noch um ca. 3cm erhöhen kann, zumindest hinten.

    Weiterhin habe ich immer Angst, mir diese Plastikstossstangen mal abzufahren... Wenn es passiert kommen halt mal off-road Stoßstangen dran, die hier aber nicht mehr TÜV fähig sind.

    Also selbst bei härteren Einsatz steht der Pathi nicht groß anderen Marken hinterher.

    Thema Landy. Als ich 2000 mein erstes Auto für Afrika kaufen wollte stand der Landy auf der Liste.. Damals gehörte Landrover zum Ford Konzern wo ich gearbeitet habe... Ein Landrover Meister sagte damals bloß.... Lassen sie die Finger von dem, die sind neu schon kaputt..


    Ich weiß nicht, was der Schwefelgehalt des Diesels für Auswirkungen auf den dpf hat.... In Afrika gibt's derzeit nur Diesel mit 500ppm und 50ppm. Ich versuche immer 50er zu fahren, habe aber auch keinen dpf. Jedenfalls verträgt der Pathfinder 500 als auch 50ppm, den dpf mal außen vor gelassen.


    Gruß

    Noch ein kleines Beispiel aus Russia.....



    Ford Focus MK3 Turnier, magnetic grau, 120 Diesel PS, Power Shift und happy

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    NISSAN Pathfinder, 2,5 Liter, ohne DPF, Bj.2005, Rechtslenker, fährt im südl. Afrika

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    5 Mal editiert, zuletzt von Sambezi1 ()

  • Hi Sambezi,


    dass der Pathi mehr kann ist klar! Das mit der Schotterpiste bezog sich jetzt im Schwerpunkt auf das Vermeiden von Ausfällen durch härtere Benutzung ( auf die Dauer gesehen natürlich.)


    Ich fahre auch nicht nur "schotterpiste." Probiere aber bei längeren Touren, zur Materialschonung und bedingt durch die Beladung, schweres Terrain zu Vermeiden bzw. Es nicht so provozieren.


    Land Rover sind halt echte Liebhaberstücke :-) ich spiele immer wieder mit dem Gedanken an einen Defender 130... eine Nacht drüber geschlafen und der Plan ist wieder verworfen :-)

  • Hi Thilo,

    Ok, Materialschonung ist die andere Seite. Ich gehe davon aus, dass diese Art von Autos für solche Einsätze gebaut sind. Wenn ich sehe, was andere Autos in anderen Ländern mitmachen, dann sind wir hier mit unserem Verständnis Mimosen-ich Übrigens auch.

    Nur die Bundeswehr fährt Pathfinder, die UN, die UNICEF und Peace Corps hab ich auch schon in Afrika gesehen... Also scheint der Pathfinder nicht so zerbrechlich zu sein.

    Aber auch ich bin überzeugt, dass ein behutsames Umgehen mit seinem Auto unterwegs nicht die dümmste Idee ist. Ich versuche auch alles möglichst schonend zu fahren. Manchmal muss man aber auch die Augen und Ohren schließen und durch, auch wenn weh tut....

    Deine Entscheidung gegen einen Defender war glaube ich richtig. Die meisten die ich kenne sind froh wenn sie ihn wieder los sind, außer ein, zwei schmerzbefreite Puristen.

    Gruß

    Ford Focus MK3 Turnier, magnetic grau, 120 Diesel PS, Power Shift und happy

    VOLVO C70 I Cabrio nach 19 Jahren verkauft
    NISSAN Pathfinder, 2,5 Liter, ohne DPF, Bj.2005, Rechtslenker, fährt im südl. Afrika

    Nissan Terrano II, 2,4 Liter Benzin, BJ. 1995, 14 Jahre Afrika - im Autohimmel angekommen

    Einmal editiert, zuletzt von Sambezi1 ()

  • Ich habe inzwischen mal in einem Forum von sehr Reiseerfahrenen Offroadern nachgefragt.
    Und die Antwort ist eindeutig. Nicht ein einziger rät mir zu einem modernen Fahrzeug. Es ist wirklich erstaunlich wie puristisch man dort rangeht. Am besten noch etwas von vor 1990.

    Ich kenne zwar die Gründe, kann es aber nicht 100% nachvollziehen. Gerade Sambezi zeigt ja, dass es z.B. auch mit einem R51 geht. Ich vermute, dass man sich nur trauen muss.

    Allerdings kann es dann aber auch sein, dass man teures Lehrgeld zahlen muss, wenn man doch irgendwo steht, wo keiner weit und breit den Defekt beheben kann.
    Von da aus werde ich auf Nummer sicher gehen, und wirklich ein älteres Fahrzeug nehmen. Ich denke, dass es eine Weile dauert, aber sich irgendwann doch eine Liebe entwickeln kann ;)

    Es juckt mich schon in den Fingern, es doch mal mit dem Pathi zu probieren und euch dann zu berichten wie weit ich gekommen bin. Aber irgendwie ists mir das dann doch nicht wert eventuell am Ende mein Reisebudget für unmögliche Reparaturen aufzubrauchen.

    Ganz interessant ist auch die Info, dass ein Common-Rail-Diesel wohl doch gewisse Mindestanforderungen an den Sprit hat. Weit im Osten kämpft er dann wohl zunehmend mit der Suppe, die ihm da serviert wird.

    Und zum Thema DPF habe ich mich auch umfangreich informiert. Es scheint auch in Deutschland ja grosser Sport zu sein das Ding zu entfernen. Geht aber nur wenn man auch die Steuerelektronik verändert. Das wird ganz offiziell angeboten.
    Vorteile: Angeblich bisschen mehr Leistung, Schonung des Turbos durch weniger Druck, kein zusetzen mit Schwefel, und keine Probleme bei ständiger Kurzstrecke und grossen Höhen (wenig Sauerstoff)

    Ich schaue mich jetzt erstmal weiter nach einem Pajero V20 bzw Pajero Classic um

    Gruss und wieder danke für eure Meinungen :)