Antriebswelle , Manschette wechseln

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Es gibt 25 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von alter micra.

  • Moin,

    schon ewig nicht mehr hier gewesen. Ist auch gut so ,da nichts am Micra kaputt gegangen ist, was ich nicht selber reparieren konnte.

    Nun beim TÜV ,wurde festgestellt, das eine Manschette(die äussere) an der Antriebswelle eingerissen ist. Ok kein Problem ...

    Video auf YouTube angeschaut.....Werkzeug zusammen gelegt.... eine Tag vorher schon die Schrauben eingesprüht und am anderen Tag ging es los....

    Hat soweit alles super geklappt.... bis auf das Antriebswellengelenk los zu bekommen.... im Video auf YT wurde gesagt, das man es mit einem Kunststoffhammer los bekommt....

    Aber keine Chance....hat von euch schonmal jemand das Gelenk ausgebaut im eingebauten Zustand , der Antriebswelle ....? Beim ganz alten Vorgängermodell wurde das Gelenk mit einem Sicherungsring gesichert.... beim K11 nicht......also einfach nur fest genug drauf schlagen, ich möchte nichts kaputt machen....

    Ich wäre für jeden Tipp dankbar.....



    LG Hans

  • Im eingebauten Zustand ist es oft einfacher, wenn du einen Kumpel hast, der mit einer großen Zange gegenhalten kann. Sonst gehen die Schläge nur auf das innere Gelenk und du verlierst viel Kraft.


    Dann mit einem Fäustel gegen kloppen und los ist das Gelenk. Ging bei meinem Micra, im Vergleich zu vielen anderen Autos, leicht. Ob es auch mit einem kleinen Kunststoff-Hämmerchen geklappt hätte, weiß ich nicht.


    Bei meinem Micra war kein Sicherungsring, den man vorher hätte ab machen müssen. Nur der normale Spreitzring, über den das Gelenk durch den Schlag rutschen muss.

    2010-20** -> 100NX GTi NXi 2.0l TJ4 >Showroom<
    2013-20** -> Micra K11 1.0l FJ1 >Showroom<

    2017-2018 -> Sunny N14 SR AJ4 >Showroom<
    2008-2010 ->100NX GTi 2.0l KH3
    2006-2008 ->100NX 1.6l TH1

  • Vorsicht: Wenn die Antriebswelle aus dem Getriebe gezogen wird, läuft das Öl aus.

    Sinnvoll ist die Aktion zumindest, wenn das Kardangelenk klackert - ansonsten hätte ich vermutlich auch ne dehnbare Manschette und schönes frisches Fett benutzt.

  • hättest besser mal vorher alles drumherum sauber gemacht, da ist schon einiges an dreck im gelenk gelandet.


    man muss schon ganz gut gegen den innenstern vom gelenk kloppen um über den sprengring zu kommen.

    beim stossdämpfer wechsel dachte ich mir, machste gleich die manschetten mit neu wenne gerade da unten alles auseinander hast.

    beim schlagen löste sich aber immer die getriebeseite zuerst.

    öl raus, wellen raus und in den schraubstock gespannt, ein guter satter schlag und das gelenk war los.

    die simmerringe im getriebe hab ich auch direkt erneuert, das sind std.-grössen und günstig beim lager- od landmasch.heini zu bekommen.

  • Oder statt das dreckige Fett rauszukratzen, was vielleicht am Ende mißlingt, gleich den kompletten Gelenksatz tauschen. Dann kannste das alte Ding auch mitm Vorschlaghammer wegkloppen. Man muß schon so doll kloppen, daß es abgeht, beim Sunny hat es dann der dickste Fäustel erst getan, also nix mit Kunstoffhammer.

  • ganz nett, aber die zugkraft geht dann halt über die kugeln und lagerflächen und könnte das gelenk beschädigen.

    ein schlag gegen den innenstern vom gelenk ist da schonender.

  • Ups jetzt habe ich gerade entdeckt, das Gelenk ist doch durch einen Sicherungsring gesichert..... dann mal überlegen wie ich den rausbekomme.


    Hi Hans,


    den Sicherungsring kannst du erst rausmachen, wenn das Gelenk herunten ist (brauchst du aber nicht - ausser du willst unbedingt einen neuen einsetzen).

    Also bleibt nur die Hammermethode oder der Abzieher, den du bestellt hast.


    ganz nett, aber die zugkraft geht dann halt über die kugeln und lagerflächen und könnte das gelenk beschädigen.

    ein schlag gegen den innenstern vom gelenk ist da schonender.


    Ich hab dafür bis jetzt einen Gleithammer aus dem Karosseriebau hergenommen - umgangssprachlich auch Wixer genannt :). Einen entsprechenden Adapter, den man mit der Zentralmutter am Gelenk anschrauben kann, braucht man natürlich auch. Wenn man damit genau in der Verlängerung der Achswelle schlägt, verteilt sich die Schlagkraft gleichmässig auf das Gelenk - das heisst alle Kugeln bzw. Lagerflächen werden durch den Schlag gleichmässig belastet. Das halten die locker aus.

    Ich hab das ca. 30 Jahre mit dieser Methode gemacht und weder Lagerflächen noch Kugeln sind da jemals beschädigt worden.


    Die Antriebswelle muss man bei dieser Methode natürlich fixieren bzw. gegenhalten - sonst:

    Vorsicht: Wenn die Antriebswelle aus dem Getriebe gezogen wird, läuft das Öl aus.

    Fürs Gegenhalten ist ein zweiter Mann hilfreich - dann gehts schneller. Allein gehts zwar auch, ist dann aber etwas aufwendiger. Da ich nicht immer einen zweiten Mann "zur Hand" hab, hab ich mir den gleichen Abzieher gekauft wie du. Den hab ich allerdings noch nicht ausprobiert, da bei meinen Micras seitdem noch keine Manschette kaputt war. Es wird allerdings demnächst soweit sein, weil bei meinem Profilmicra die linke Manschette einen kleinen Riss hat. Der hat bald Winterruhe und kommt dann zur Durchsicht und Pflege auf die Hebebühne. Dann kann ich berichten, ob der Abzieher gut funktioniert. Oder du berichtest, wenn du ihn ausprobiert hast.


    Gruss Matthias

    Grosser Geist - bewahr mich vor Feuer, Eis und Wind und vor Autos, die voller Elektronik sind :)

  • Dann kann ich berichten, ob der Abzieher gut funktioniert. Oder du berichtest, wenn du ihn ausprobiert hast.

    Das würde mich, aus dem genannten Grund, nicht immer einen zweiten Mann zur Hand zu haben, auch interessieren. Bei meinem blauen Micra sind bald beidseitig die äußeren Manschetten fällig!


    :Bier:

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  • Ich hab an unserem Micra vor einiger zeit beide äußeren Manschetten ausgetauscht, weil sie defekt waren, und kann auch nur empfehlen, die komplette Antriebswelle auszubauen. Im Schraubstock eingespannt lässt sich das alles viel einfacher bewerkstelligen.


    Wenn der Wagen nur auf der einen Seite aufgebockt ist, also schräg, läuft auch kaum Öl aus.


    Und auf jeden Fall das komplette Gelenk tauschen! Die sind spottbillig. Ansonsten wird man das Ganze in kürzerer Zeit wieder machen müssen, da durch die undichte Manschette bestimmt viel Dreck und Wasser ins Gelenk gelaufen ist.

  • Und auf jeden Fall das komplette Gelenk tauschen! Die sind spottbillig. Ansonsten wird man das Ganze in kürzerer Zeit wieder machen müssen, da durch die undichte Manschette bestimmt viel Dreck und Wasser ins Gelenk gelaufen ist.

    Ob die spottbilligen Gelenke dann genauso lange halten, wie die originalen, weiß man aber auch nicht ;) und wenn man die defekte Manschette früh genug gesehen hat, wird auch kein Dreck drin sein. Zudem sollte man das Gelenk sowieso säubern und danach erst neu fetten.


    Theoretisch kann man beim Micra, bei einer defekten Manschette, auch gleich die gesamte Antriebswelle erneuern, da die auch nicht gerade teuer sind.. Aber reparieren macht doch mehr Spaß ;) ist günstiger und man bleibt bei den originalen Teilen.

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  • und wenn man die defekte Manschette früh genug gesehen hat, wird auch kein Dreck drin sein.

    Wenn das beim TÜV festgestellt worden ist, wie der Topic-Eröffner schreibt, kann das aber schon ne Weile so gewesen sein. Und zum Reinigen zerlegen darf oder kann man das äußere Gelenk nicht, wie ich gelesen habe. Ob man Schäden an den Kugeln so erkennen kann, darf bezweifelt werden.

  • Und auf jeden Fall das komplette Gelenk tauschen!

    Hi kbup,


    das kommt meiner Meinung nach wesentlich drauf an, wie undicht die Manschette war und wann man den Schaden entdeckt hat - wie ja NX2.GTI bereits geschrieben hat:


    wenn man die defekte Manschette früh genug gesehen hat, wird auch kein Dreck drin sein.


    Selbst wenn sie schon länger "offen" ist oder einen grösseren Riss hat, dann kommts immer noch drauf an, ob das Gelenk wirklich Schäden davongetragen hat. Nur wenn das Gelenk bereits mit Klackgeräuschen auf den Manschettenschaden aufmerksam gemacht hat, dann geh ich davon aus, dass es defekt ist und ersetz es ungeprüft.

    Bei einem kleinen Loch/Riss kommt nämlich normalerweise kein nennenswerter Dreck bzw. Wasser rein. Die Welle rotiert ja bei der Fahrt und durch die dabei entstehenden Fliehkräfte dringt da normalerweise nichts ein. Wenn, dann tritt Gelenkfett aus. Das Loch ist also gewissermassen eine Einbahnstrasse (bei achstiefen Schlammdurchfahrten im Gelände mag das anders sein).

    Anders schauts aus, wenn die Manschette rundrum abgetrennt ist, sodass ein mehr oder weniger breiter umlaufender Spalt da ist. Da kann natürlich leicht was reinkommen.

    So oder so:

    Wenn das Gelenk keine Klackgeräusche von sich gegeben hat, dann wasch ich es bei einem Manschettenschaden immer komplett aus. Dabei prüfe ich, ob das noch vorhandene Fett körnig bzw. sandig ist, schau mir sowohl die Laufflächen als auch die Kugeln genau an und prüfe es auf ev. Spiel.

    Mir ist nämlich ein einwandfreies und frisch geschmiertes original Nissangelenk lieber als ein noch so spottbilliges von irgendwoher.


    Gruss Matthias

    Grosser Geist - bewahr mich vor Feuer, Eis und Wind und vor Autos, die voller Elektronik sind :)

    2 Mal editiert, zuletzt von reparix ()

  • Einbahnstrasse ist gut, physikalisch aber kaum vorstellbar, daß da immer nur was rauskommt. Was rausgeht, hinterläßt nen Unterdruck, der bei nächster Gelegenheit wieder ausgeglichen wird. Im besten Fall mit Luft, ansonsten auch Staub, Regen, Schlamm, was gerade anliegt.


    Und zum Reinigen zerlegen darf oder kann man das äußere Gelenk nicht, wie ich gelesen habe.

    Äh was hast du da gelesen? Die Gelenke habe ich schon zerlegt, gewaschen und wieder zusammengesetzt.

  • In Anbetracht des Alters und der benötigen Zeit für den Arbeitsaufwand einfach eine komplett neue A-Welle einbauen. Habe mir re & li von SKF für meinen K12 gerade gekauft. Vom Preis her lohnt sich der ganze Aufwand mit dem zerlegen nicht weil die relevanten Verschleißteile eben verschlissen bleiben. Dann lieber einfach eine Reparatur Manschette drum und fertig.

  • Und zum Reinigen zerlegen darf oder kann man das äußere Gelenk nicht, wie ich gelesen habe.


    Äh was hast du da gelesen? Die Gelenke habe ich schon zerlegt, gewaschen und wieder zusammengesetzt.

    Hi,


    zerlegt hab ich Gelenke zum Reinigen noch nie. Wozu auch? Das ist aus meiner Sicht absolut unnötige Arbeit. Ich wasch die Gelenke mit Verdünnung, Aceton oder Benzin aus, blas sie mit Pressluft aus, tu neues Fett rein und gut ists. Dann bleiben alle Kugeln genau da, wo sie vorher auch waren.


    Gruss Matthias

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  • Einbahnstrasse ist gut, physikalisch aber kaum vorstellbar, daß da immer nur was rauskommt. Was rausgeht, hinterläßt nen Unterdruck, der bei nächster Gelegenheit wieder ausgeglichen wird. Im besten Fall mit Luft, ansonsten auch Staub, Regen, Schlamm, was gerade anliegt.


    Und zum Reinigen zerlegen darf oder kann man das äußere Gelenk nicht, wie ich gelesen habe.

    Äh was hast du da gelesen? Die Gelenke habe ich schon zerlegt, gewaschen und wieder zusammengesetzt.

    Das hab' ich aus unserer "Bibel": H.R. Etzold: Nissan Micra ab 3/83 "So wird's gemacht", S. 119: "Achtung: Das Außengelenk darf nicht zerlegt werden."


    Hier ist die Quelle: https://sowirdsgemacht.com/books/view/85


    Ich konnte leider nicht herausfinden, wie man eine einzelne Seite verlinkt.

    Einmal editiert, zuletzt von kbup () aus folgendem Grund: link gefunden