Was so zu machen ist am Spaßmobil....

Es gibt 179 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von oggsi_eggdschen.

  • Batterie ist drin - scheißeng wie immer bei dem Format - erste Funktionstests erfolgreich. Wiegt 9,85 kg.

    Ruhespannung 13,2V bei nominell 12,8

    Auch bei Gebläse höchste Stufe, Sitzheizungen, Heckscheibenheizung und vollem Licht mit Fern, Rückfahr und Bremse, Radio Innenbeleuchtung immer noch 13V - auch nach Minuten noch obwohl da schon ca. 45A fließen.

    Am Wochenende versuche ich dann mal einen Test mit der Seilwinde. Leider habe ich kein Zangenamperemeter bis 500A

    Ladespannung war jetzt mal bei 14,4... werde ich aber beobachten.


    Führungsbolzen Bremse hinten links unten war festgegammelt - ausgetauscht - beide. Dabei bemerkt das die Beläge auch nicht mehr doll sind 2,5- 3 mm - neue bestellt.

  • Seit die neue Batterie (LiFePo) drin ist quietscht der Keilriemen - Ladestrom 100A - da muss die Lichtmaschine richtig ran - Riemen nachgespannt.

    Probefahrt mit neuen Bremsbelägen - alles gut - aber hoppla bei Tempo 130 recht heftige Vibrationen im Auto.

    Sondierung der Kardanwelle: Kein wirkliches Spiel in den Kreuzgelenken festzustellen - Also raus damit!

    Ausgebaut merkt man sofort dass mindestens ein Nadellager des hinteren Kreuzgelenks defekt (fest) ist.

    Ausgebaut:

    Gelenk vorne noch mit Fett.

    Gelenk hinten nur noch Rost die Anderen sind noch gut.

    Hinten hatte ich schon mal vor 60000 km getauscht.

    Entweder war die Qualität nicht gut oder das hintere Gelenk bekommt wesentlich mehr Dreck und Wasser ab als das immer noch Originale vorn.

    Zum Glück noch ein Kreuzgelenk auf Lager, das war eigentlich für vorn gedacht und liegt hier schon ein paar Jahre.

    Bin gespannt was die nächste Probefahrt ergibt.......

  • Die Kreuzgelenke sind bei mir eine Dauerbaustelle. Habe mir dann mal abschmierbare gekauft. Diese sind leider a) ca. alle 5000km abzuschmieren b) so verbaut das die Schmiernippel mit egal welchem Winkel kaum zu erreichen sind.

    @jo666 da hast du aber Glück das vorne und hinten bei dir identisch sind. Meine haben andere Stichmaße.

  • Am Wochenende mal die Kombination Seilwinde (Horn 9500 Quick) und LIFEPO Batterie getestet. Dazu hatte ich mir noch ein Zangenamperemeter bis 600A bestellt.

    Auf geschottertem Untergrund ca. 15 Meter mit 4 blockierten Rädern gezogen. Motor lief mit "Vorwärmschalter" - also leicht erhöhte Drehzahl.

    Nominell müsste die Winde das bei 4,2 Tonnen Zugkraft bei Fahrzeuggewicht 2,5t locker schaffen, dem war auch so, allerdings habe ich schon Ströme zwischen 430 und 480A gemessen.

    Eigentlich ist die maximale Stromaufnahme 550A, die werden bei noch härterer Beanspruchung sicher erreicht. Die verbaute 500A Sicherung ist allerdings bisher noch nie geflogen und es gab schon einige Einsätze

    Im Prinzip kann die Sicherung ja jetzt raus da das BMS eine Kurzschlusssicherung hat die bei 1500A nach 500us greift.

    Die Batteriespannung war bei der Aktion immer über 12V, selbst neue voll geladene 100AH AGM's sind unter der Belastung unter 11V eingebrochen. An der Batterietemperatur konnte ich keine Veränderung feststellen.

    Dummerweise habe ich vergessen mal zu messen ob die Lichtmaschine auch ihre nominellen 150A zuliefert.


    Fazit:

    Für ein Overlander /Reisefahrzeug eine für mich perfekte Lösung - Für einen Wettbewerbsoffroader müsste man noch ein paar Tests mehr machen

  • Nach 12777 km Urlaubsfahrt in insgesamt 40 Tagen, hauptsächlich in der Türkei und Georgien, in denen der Wagen nicht geschont wurde gibt es folgende Schäden:

    - Zerlegter AGR Kühler

    - Defekte Zylinderkopfdichtung. Durchbruch zwischen Z 3 und 4

    - Aufgerissene Heckschürze

    Auto derzeit mit offenem Motor auf der Bühne, warte auf Teile.


    Vor dem zerlegen habe ich mir mal die Mühe gemacht die Steuerkette mit dem Oszilloskop zu vermessen:

    Nach den Bildern von:

    OSCILISCOPE METHOD (yd25.com.au)

    wäre der Verschleiß erst bei 30-50% - nach 260000km doch gar nicht so schlecht.

    Hab dann mal den Ausfahrweg des oberen Kettenspanners gemessen der liegt bei 11,6mm - passt also ins Bild.

    Habe mich dennoch entschlossen beide Ketten zu tauschen gegen eine FAI unten simplex - oben duplex. Eventuellen Verschleiß kann ich ja über die Oszi Methode bei der alljährlichen großen Wartung leicht im Auge behalten.


    wird fortgesetzt....

    Einmal editiert, zuletzt von jo6666 () aus folgendem Grund: Richtiges Link eingesezt

  • Hier mal ein paar Impressionen:

    Beide Ketten raus

    Zahnrad Ausgleichswelle abgesteckt

    Spritpumpe Abgesteckt

    Abgebaute Teile

    Mit neuer Primärkette

    Gesamtansicht auf das Elend....

    Im Moment komme ich mal wieder nicht weiter weil die zwei O Ringe von der Ölpumpe noch fehlen.....

  • Geile Tour :) und dein Projekt schön angefangen, wie bei mir damals

    meiner hatte 234T km runter und der Zylinderkopf war hinüber, deswegen die "Operation" (nicht wegen der Kette)

    Da hab ich natürlich die Kette gleich mitgemacht (DoppelDuplex; weißt du ja ;) ) und muss sagen, nach dem Verschleißbild hätte die nochmal locker 150T km lang gehalten.
    Grade mal die Spanner-Gleitflächen waren etwas eingeschliffen.


    Nimm dir eine Elring Dichtung, die sind gut ;) Genuine Nissan unbezahlbar, genauso wie die Kopfschrauben.
    Wenn Dein Motor nicht ge-chipped ist, dann eher eine dünne bis mittlere Kopfdichtung (es gibt 5 Stufen) um die Verdichtung hoch zu halten (weniger Verbrauch, höheres Drehmoment), der Diesel hält das ohne Probleme aus.
    Check auch gleich das Lagerspiel am Turbolader. Wenn sich das Turbinenrad etwas bewegen lässt (>1/10mm vor/zurück oder links/rechts oder irgendwie anders grob merkbar), dann weg mit dem Turbolader.

  • Die ZKD ist die dickste (5 Kerben), nach Kolbenüberstand und Manual aber auch so erforderlich, war Original auch so drin. Natürlich Elring.

    Nach Servicemanual hätte man die Kopfschrauben durchaus wiederverwenden können, die sind noch absolut innerhalb der dort gegeben Toleranzmaße. Habe ich beim letzten Mal auch so gemacht - war vielleicht der Fehler.

    Diesmal habe ich auch neue von Elring bestellt und siehe da wenn man die Alten an die Neuen hält sieht man deutlich das die Gewindegänge schon nach 15mm nicht mehr ineinander passen.

    Wenn man da beim Anziehen quasi schon mit dem falschen Wert startet weil die Reibung in der Schraube zu groß ist bringen es die 180° Winkel dann auch nicht mehr.

    Der Turbo ist noch tipptopp ist aber auch nicht mehr Original. Der alte hatte ein verbogenes Verdichterrad. Da am Stutzen des Luftfiltergehäuses ein Stück Plastik abgebrochen ist nehme ich an das das damals durchgezogen wurde.

  • Die ZKD ist die dickste (5 Kerben), nach Kolbenüberstand und Manual aber auch so erforderlich, war Original auch so drin. Natürlich Elring.

    Nach Servicemanual hätte man die Kopfschrauben durchaus wiederverwenden können, die sind noch absolut innerhalb der dort gegeben Toleranzmaße. Habe ich beim letzten Mal auch so gemacht - war vielleicht der Fehler.

    Diesmal habe ich auch neue von Elring bestellt und siehe da wenn man die Alten an die Neuen hält sieht man deutlich das die Gewindegänge schon nach 15mm nicht mehr ineinander passen.

    Habe auch die dickste ZK drin, weil die original auch drin war und ich getunte Kennwerte und hohen Ladedruck fahre.
    Mit originalem Setup hätte ich es mir mal überlegt und probiert :)


    =O die Schrauben wieder zu verwenden war definitiv ein Fehler.

    Nachdem ich an meinem Rennauto den Motor (Toyota 2JZ) weiß Gott wie oft schon revidiert (Kontrolle gemacht) habe, lass dir eine Grundregel sagen:

    Wenn im Handbuch für Kopf- oder Lagerbockschrauben (Kurbelwellenlagerung) steht: Bsp. 75NM + 90° + 90°; dann sind das STRECKSCHRAUBEN! Die halten dann die Spannung weil sie sich beim Anziehen strecken. Wenn Du die aufmachst, ist die Spannung und Festigkeit weg und die Schrauben sind fertig.
    Wenn im Handbuch für Kopf- oder Lagerbockschrauben (Kurbelwellenlagerung) steht: Bsp. 89ftlb/120NM; dann sind das Drehmomentschrauben. Die kannst Du ohne Kopfweh ;) immer wieder nehmen

    Hab in meinem 2JZ Motor zum Beispiel Kopfbolzen mit Beilagscheiben und 12-Kant Muttern von ARP (keine Schrauben), die kann ich immer wieder nehmen.
    Gibt auch welche für den YD25 Motor, kosten aber glaube ich das 3-fache der normalen Schrauben. Habe ich mir nicht besorgt, hatte nicht vor, den Nissan Motor 100x zu zerlegen.

  • Siehst Du mal.

    Hier sagen wir Dehnschrauben. Deren Funktionsweise ist mir durchaus klar. Solange die im elastischen Bereich gedehnt werden verlieren die gar nichts. Werden Sie tatsächlich gestreckt, also plastisch verformt dann sind sie hin. Das ist klar.

    Das alle Schrauben für die das Winkelanzugsverfahren verwendet wird plastisch verformt, und damit ausgetauscht werden müssen ist nicht richtig - z.B. Zentralschraube Kurbelwelle (75NM 120°).

    Im Prinzip kommt es also drauf an was sich der Konstrukteur ausgerechnet hat und ob die verwendete Materialgüte auch genauso gegeben ist.

    Schrauben die mir Kopfschmerzen machen sind die von den Injektorenhaltern. Die werden nämlich ganz ordentlich gedehnt beim angegeben Drehmoment - das ist bestimmt ein halber mm.

    Ein wunderschönes Beispiel für Dehnschrauben sind hochwertige DD Fahrradspeichen.....


    Bei den Zylinderkopfschrauben gibt Nissan zwei Messpunkte vor, am Schraubenfuß, quasi als Referenz weil ja da nicht gedehnt wird und in der Mitte des Spannbereiches Bei einer Abweichung des Durchmessers von >0,15mm oder sichtbarer Einschnürung

    sind die Schrauben auszutauschen. Mit der Mikrometerschraube habe ich damals >0,05 gemessen.

    Das Wartungshandbuch sagt aber auch das Unplanheiten am Kopf bis 0,1mm unproblematisch sind, der Motorenbauer spricht von 0,03.

  • Dehnschrauben sind nicht Streckschrauben. Dehnschrauben werden auf Drehmoment angezogen sodass sie sich etwas dehnen und wieder zurückgehen beim Lösen.


    Streckschrauben werden über die Dehngrenze angezogen und strecken sich, sie verjüngen sich unterm Kopf am Schaft und nach den Lösen wars das mit der Festigkeit.


    Kopfschrauben zusätzlich mit Winkelangabe kommen auch wegen ihrer Stahlgüte schon in den plastischen Bereich und dort ist es dann vorbei mit Re-Use, aber man kann ja gerne eine Wissenschaft draus machen, ich weiß nur dass meine Methode funktioniert und sich im Motorsport bewährt hat wo andere Leistungen und Temperaturen gefahren werden, bzw. Dein Beispiel es eh auch beweist, leider im Gegenteil mit Schadensbild.

    Die fette Kurbelwellenschraube habe ich bspw. nicht auf Winkel, sondern auf Drehmoment angezogen und eingeklebt, die muss auch nicht die Vibrationen und Temperaturänderungen von Kopfschrauben aushalten.

    Wenn du die auf Winkel anziehst müsstest du sie eigentlich auch tauschen, denn woher weißt Du das Drehmoment?

    Ich hab sie v.d. Dimension her mit der vom Lexus verglichen und das Drehmoment ausgerechnet was sie aushaltet ohne sich zu strecken.

  • Ich habe tatsächlich mal gelernt Schraubverbindungen auszulegen - ist lange her.

    Ich habe auch schon malgehört das man Kopfschrauben in der Regel austauscht.

    Hier habe ich mich einfach mal auf das Nissan Service Manual verlassen, im Glauben an die Fähigkeiten der Nissan Ingenieure und nun gelernt das man das nicht immer tun kann.

    Nichtsdesdotrotz habe ich damals gelernt das der Unterschied zwischen Drehmoment und Winkelanzugsverfahren schlicht die Genauigkeit der resultierenden Vorspannkraft der Schraube ist.

    So grob in Erinnerung habe ich: Schlagschrauber 40%, Drehmomentschlüssel 20% und Winkelanzugsverfahren 10% Streuung.

    Ja, es gibt Schrauben die bis zur Streckgrenze belastet werden, ja nur mit dem Winkelanzugsverfahren erreicht man diese so genau das man die Schraube nicht abreißt.

    Nein, nicht jede Schraube für die ein Winkelanzugsverfahren vorgesehen ist wird bis an die Streckgrenze belastet. (Hier liegt der Wiederspruch zu Deiner Grundregel)


    Wenn Du die Erfahrung besitzt und für Dich entscheidest die Kurbelwellenschraube einzukleben und nicht die angegebenen 75NM +120° zu verwenden - schön für Dich.

    Ich werde mich auch hier mal wieder ans Handbuch halten.


    Übrigens ist mir gestern beim Einsetzen der Riemenscheibe die Passfeder in den Sumpf gefallen!

    Ölpumpe wieder raus, Silikon komplett entfernen und dann noch eine gute halbe Stunde mit dem Magneten nach der Passfeder gefischt.

    Danach kam das: Wiso eigentlich?

    Die Passung Kurbelwelle, Riemenscheibe ist bei aktueller Werkstattemperatur 5°C so eng das sie nur mit dem Schonhammer drauf geht - Wenn man dann die Feder nicht gleich100%ig trifft fliegt sie raus.

    Mit dem Heißluftfön etwas auf Temperatur gebracht geht das ganz geschmeidig von Hand aufzuschieben.

    Heute gibt es einen neuen Versuch.

  • Diesmal hat es geklappt, Ölpumpe ist wieder drin, ich hoffe die O Ringe sind da wo sie sein sollen.

    Die 75Nm + 120° waren echt der Hammer. Nach ca. 30° lagen schon 320Nm an. Mehr kann mein Drehmomentschlüssel nicht. Weiter ging es dann mit 1m langen Hebeln.

    .....

  • Diesmal hat es geklappt, Ölpumpe ist wieder drin, ich hoffe die O Ringe sind da wo sie sein sollen.

    Die 75Nm + 120° waren echt der Hammer. Nach ca. 30° lagen schon 320Nm an. Mehr kann mein Drehmomentschlüssel nicht. Weiter ging es dann mit 1m langen Hebeln.

    .....

    also bei 75NM + 30° kommst auf keine 320NM, dann müssten bei 120° 2.000NM oder was anliegen - da stimmt was nicht

  • Mehr als 1600 sind es allemal, mein großer Hazet Schlagschrauber hat sie nicht aufbekommen.

    Schreibfehler:

    Da gibt es im Manual "EM" eine extra Beschreibung mit Zeichnung - darf ich leider nicht hier einstellen.

  • So, Auto läuft wieder! Neue Steuerkette mal mit Oszilloskop gemessen:

    zum Vergleich die alte:

    Leider habe ich eine andere Zeitachse gewählt - aber man sieht den Unterschied.

    Der Kettenspanner der oberen Kette ist jetzt 7,8mm ausgefahren.