OT: Mir ist fade oder ich werde kirre

Es gibt 64 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Obi2.

  • Ich hole jeden Morgen mein frisches Brötchen beim Bäcker und bin bei weitem nicht der Einzige. Am SA mussten wir in einer ca. 10 m langen Schlange (wegen des Abstandhaltens) bis draußen stehen, drinnen wurden immer 3 Kunden auf markierten Plätzen bedient, sehr gut gemacht. Und ich bin fast täglich im REWE und kaufe dort ein wie immer (die haben schon lange Schnellkassen mit Selbstbedienung für kleinere Einkäufe, was sich jetzt sehr bewährt).Abstandhalten ist selbstverständlich ebenso wie Händewaschen jedes Mal, wenn ich von draußen komme.


    @ Lordjunk : die Absteckungsgefahr durch die Benuzung von Tischen ist nahezu Null :eek:


    RodLex

  • @ Lordjunk : die Absteckungsgefahr durch die Benuzung von Tischen ist nahezu Null

    gibt's dafür eine Quelle oder ist das nur Vermutung?



    Wir haben beschlossen, die Restaurants in der Nähe zu unterstützen und wenigstens einmal in der Woche Essen zu holen. Die Chefin vom Restaurant in der Nachbarschaft hatte Tränen in den Augen vor Freude. Wir haben das dann auch gleich in Facebook gepostet und schon gabs 4 "Nachahmer". Ohne solche Aktionen werden viele Betriebe die Krise nicht überstehen (wird so schon eng genug...).

    Das ist zwar alles nett und schön, kann aber am Ende mehr schaden als es nützt.

    Das Problem bei Corona ist ja, das es hoch ansteckend ist. Dennoch sind Symptome nicht sofort bemerkbar, oft gibt es kaum welche.

    Selbst über das Bargeld lässt sich die Krankheit übertragen.

    Das kann ganz schnell gehen, wenn die Kassierer sich also anstecken, kriegen es am Ende alle.



    Wichtiger als dort etwas zu kaufen, wäre das die Vermieter einfach mal auf einen Monat Miete verzichten (oder wie lange auch immer das dauern wird).

    Wenn alle auf die Miete bestehen und die Läden alle schließen, haben die Vermieter auch nichts davon. Denn so schnell werden keine neuen Läden öffnen.

    Menschen die solche Immobilien besitzen und vermieten, können das auch wirtschaftlich am ehesten verkraften. Die sollten ja selber kein Problem mit der MIete haben. ;)

  • 1. Ich bin kein Vermieter / Verpächter, daher kann ich so nicht helfen

    2. Klar KANN man sich auch über Bargeld anstecken - Hände waschen und nicht im Gesicht rumfingern ist aber auch kein Act und verhindert eine Ansteckung weitestgehend - Es ist Corona und nicht Malaria

    3. Wenn jeder sich die 10€ für die regionalen Firmen spart - Rechne mal hoch wie viel Kohle der Wirtschaft zusätzlich fehlt...


    Ich bin jedenfalls froh um jeden Kunden der zu mir kommt und Geld da lässt (zur Not auch in bar). Ich habe keine Angst vor Corona, nur vor den Wirtschaftlichen Folgen. Dass alte und vorgeschädigte Personen aufpassen müssen und am besten gar nicht mehr unter Leute gehen (auch nicht zum Einkaufen) ist mMn derzeit natürlich mit das Wichtigste.

  • Wichtiger als dort etwas zu kaufen, wäre das die Vermieter einfach mal auf einen Monat Miete verzichten (oder wie lange auch immer das dauern wird).

    Wenn alle auf die Miete bestehen und die Läden alle schließen, haben die Vermieter auch nichts davon. Denn so schnell werden keine neuen Läden öffnen.

    Menschen die solche Immobilien besitzen und vermieten, können das auch wirtschaftlich am ehesten verkraften. Die sollten ja selber kein Problem mit der MIete haben. ;)


    Ich bin auch kein Vermieter und ganz froh drum. Da habe ich nichts mit Leuten zu tun die solche Ansichten haben.

  • Hallo,


    wieder mal was zum HomeOffice bzw. "Schatz ich die Arbeit mit nach hause genommen":



    Gruß

    der alte Obi


    PS : Heute wieder sinnlos 2 Stunden mit offenen Dach durch den Odenwald geblubbert. Von TG in die TG. War trotzdem schön...

    Die Realität ist eine Illusion die durch Mangel an Alkohol entsteht.

  • Ich bin auch kein Vermieter und ganz froh drum. Da habe ich nichts mit Leuten zu tun die solche Ansichten haben.

    kannst du das argumentieren, auch wenns offtopic wird?



    Ich habe keine Angst vor Corona, nur vor den Wirtschaftlichen Folgen.

    ich habe auch keine Angst mich selbst anzustecken. Die Angst ist, Andere damit anzustecken. Wie das mit dem exponentiellen Anstecken ist, hast du nicht ganz verstanden, oder es ist dir wirklich egal.

    nur mal kleines beispiel: du wirst krank (=1)

    -> steckst Frau und Kinder (als bsp. 2) an (=3)

    ->jetzt stecken Frau und Kinder jeweilse weitere 3 Leute an. ( 3x3=9)

    1 + 3 + 9 = 13 und das hört dort noch lange nicht auf, es sei denn alle sind ab dem Ansteckungszeitpunkt sofort unter Quarantäne, was nicht machbar ist. Als nächstes kämen 3x9 dazu. =50 infizierte. Bei einer Sterblichtkeitsrate von 2% (das heißt 2 von 100, also einer von 50) ist jetzt ein Toter dabei.

    Ja, die restlichen davon werden wahrscheinlich auch wieder Gesund ohne große Probleme. Das es hauptsählich alte vorerkrankte Menschen tötet, sollte man nicht als ein Argument nehmen um es zu verharmlosen. Es gibt keine Garantie, das jüngere Gesunde nicht daran sterben.

    Und das Risiko wortwörtlich in "kauf" zu nehmen ist wortwörtlich "asozial".


    Wir können ja aber auch mal 2 extrem Beispiele nehmen die Prowirtschaftlich sind und die Krankheit schnellst möglich aus der Welt schaffen:

    Wir laufen jetzt ALLE auf die Straße und haben alle miteinander ordentlich körperkontakt, oder besser, wir husten uns gegenseitig an. Das machen wir so für die nächsten 7 tage.

    Dann hat nach 7 Tagen jeder das Virus. Alle die fit sind können ganz normal weiter arbeiten und Alle die sich krank fühlen zu hause bleiben. Nach spätestens 3 Wochen ist die Krankheit besiegt und Alle könne tun als wäre nicht gewesen. Tote gibt's auch, aber das waren ohnehin nur vorerkrankte, schwache Leute. Die schaden der wirtschaft mehr als sie nützen.


    Anderes Extrem. Alle bleiben für 3 Wochen komplett zu hause. KEINER geht raus. Also gar nicht.

    Damit sind alle, die bisher angesteckt waren, gesund. Der Virus stirbt aus ohne neue Wirte. Und keine Neuansteckungen sind nun mehr möglich.

    Es gibt minimale Verluste an Menschenleben.


    Die Wirtschaft kann bei beiden Extremen nach 3-4 Wochen Pause ganz normal weiter machen. Vielleicht sogar besser, weil ja ein paar alte kranke weniger mit gefüttert werden müssen...




    Wenn man sich in einem 3.welt Dorf für eine der Extremen entscheiden würde, könnte ich das sogar nach vollziehen, weil dort hauptsächlich von der örtlichen Landwirtschaft gelebt wird. Ein tot der Landwirtschaft, wäre auch der Tod der Menschen.

    In einem 1. Weltland sollte es besser gehen.

    Wer die Wirtschaft über Menschen leben stellt, hat vielleicht nur nicht verstanden, wofür die Wirtschaft da ist.



    Ach watt schreib ich hier überhaupt... lasst doch einfach gleich allen Alten und/oder Kranken den Gnadenschuss geben, sind doch eh alle unwirtschaftlich und unrentabel.

  • PS : Heute wieder sinnlos 2 Stunden mit offenen Dach durch den Odenwald geblubbert. Von TG in die TG. War trotzdem schön...

    ... beruflich dringend notwendig ....

  • Hallo,

    PS : Heute wieder sinnlos 2 Stunden mit offenen Dach durch den Odenwald geblubbert. Von TG in die TG. War trotzdem schön...

    ... beruflich dringend notwendig ....

    aber natürlich, wie konnte ich das nur verwechseln :)


    Gruß

    der alte Obi

    Die Realität ist eine Illusion die durch Mangel an Alkohol entsteht.

  • Ich bin gestern mal den Hinweisschildern an der A45 nachgegangen betr. "Wetterauer Auenverbund", im Internet recherchiert und tatsächlcih eine Art "Okavango für Arme" gefunden : Bingenheimer Ried mit vielen Vögeln in einer Sumpflandshaft, die mich tatsächlcih ein wenig ans Okavango-Delte erinnert (war eine meiner schönsten Reisen damals). Und einen Tipp für ein weiteres Biotop erhalten, dem ich auch noch nachgehen werde demnächst.


    RodLex

  • Hallo zusammen,


    ich lese immer gerne hier mit. Nur dass Ihr wisst, dass Eure Beiträge Verbreitung finden!


    Es hat sich grundlegend alles für uns alle geändert. Auch ich habe Homeoffice. Ich tue mich schwer damit. Zu wenig Interaktion, oder einfach zu mühevoll. Vieles ist gar nicht von zu Hause aus zu machen und muss verschoben werden. Noch drei Wochen, vorerst! Das schaffe ich. Essen holen ist eine Alternative. Machen wir auch. Hoffen wir, dass es zum Überleben der eh schon dünnen Gastronomielandschaft bei uns auf dem Land etwas beiträgt.

    Immerhin kommt neue Farbe an die Wände!

    Und es bessert sich das Wetter. Gut für Gartenaktivitäten oder mal etwas über Land fahren mit dem Cabrio oder Bike.

    Zumindest für mich eine Aufheiterung und Aufhellung des Gemütes, bei all dem Unerfreulichen von Ausgangsbeschränkung über Kloopapier bis hin zu "Zwangsbeschäftigung".

    Ja und der Urlaub "Obi"! Auch eine gerne genommene Abwechslung bei uns. Wir haben zwar erst Juli und September geplant, aber wer weiß, was noch möglich und sinnvoll ist. Storniert habe ich noch nichts. Ich habe noch eine leise Hoffnung.

    Gute Anregung mit den Urlaubszielen in Deutschland! Daran haben wir auch schon gedacht; - wie so viele andere auch.


    Es bleibt spannend, um es weitgehend wertfrei zu formulieren. Hoffen wir auf einen erträglichen Ausgang!


    Bleibt gesund und interessiert.


    Viele Grüße

    Walter

  • Doch doch, ich hab das schon verstanden und es ist mir auch nicht egal, wirklich nicht. Ich schiebe halt nur keine Panik deswegen (wie es eben manche machen). Ich bleibe, abgesehen von der Arbeit, brav zu Hause. Meine Family auch. Ob ich in der Firma jemanden anstecke, weiss ich nicht. Vielleicht habe ich es auch schon längst gehabt und weiss es gar nicht?? Ich versuche Abstand zu halten und auch die weiteren Regeln zu befolgen. Ansonsten ist meine oberste Prio die Firma bestmöglich am Laufen zu halten und zu Hause die Stimmung bestmöglich hoch zu halten. An allem anderen kann ich ohnehin nichts ändern. Kotz mich nur tierisch an die ganze Sache.


    Gibt aber auch positive Sachen daran: Ohne andere Alternativen sind Sport und Heimwerken sehr effektiv derzeit :)

  • Servus,


    ich gehe mittlerweile in die 4. Woche Homeoffice. Mein Leben ist luxuriöser geworden:

    • gescheites Mittagessen statt selbstvorgekocht aus der Plastikdose
    • keine Verkehrsprobleme, obwohl ich eh schon einen kurzen Weg habe, auf dem aber allerhand schiefgeht
    • jemand liebes hat mir einfach so Waffeln gebacken, ein Genuß
    • nachmittags gibt es immer einen kurzen Waldspaziergang vor dem Arbeitsendspurt
    • Ruhe, und wieder deutlich überlegtere Kommunikation
    • saubere Toilette statt die üblichen Unfälle in der Arbeit

    Man kann sich sein Leben schön einrichten und diese stille Zeit auch mal damit verbringen, in sich hinein zu horchen :idee:

  • mich wundert wie viele berufe eigentlich wirklich betroffen sind, die es finanziell hart trifft?

    Ans sich "nur" Gastronomie? Hauptsächlich die, die nicht liefern.

    Fabriken und Lager laufen alle wie gehabt, soweit ich das mitbekomme.


    Umsatztechnisch dürfte der März sogar gewachsen sein, durch das ganze Hamstern. Letztendlich haben die Menschen aus Angst mehr ausgegeben.

    Gefühlt auch mehr für technische Geräte fürs homeoffice.


    Die größten Verlierer diesen Monat dürften die Börsen und vor allem die Ölfirmen gewesen sein.




    Die Tage wird es für mich auch mal Zeit, das Targa-Coupé zu genießen. Das Mildwarme Wetter scheint, aufm Weg zu sein.:Big:

    Und da es heute morgen hier im norden geschneit hat, prophezeie ich jetzt einfach mal, dass der Sommer wieder so heiß und trocken wird, wie 2018, als es auch am letzten Märztag geschneit hat.:engel:

    ...was wiederum schlecht für die Landwirtschaft wäre...?(

  • Du vergisst, dass ALLE Autofabriken geschlossen sind, mit zig-1000 Mitarbeitern. Fast alle Geschäfte, Kaufhäuser, EKZ , sogar Autohäuser sind dicht, um nur einige zu nennen.

    Ganz schlimm ist es für viele 1000 Klein- und Kleinstunternehmen, die kein fin. Polster haben.

    Und die, die das haben, müssen teilweise mit 50% Umsatzeinbuße oder mehr leben.

    Das kann nicht lange gutgehen ....:eek:


    RodLex

  • Die Wahrnehmung, dass erhebliche Teile der Wirtschaft "... wie gehabt ..." laufen würden, hat in etwa die gleiche Qualität wie die Behauptung, die Erde sei eine flache Scheibe.

  • Also das ist für mich die vierte Woche im Home Office, aber daran bin ich gewöhnt. Befinde mich seit vier Wochen in Griechenland und hier gibt es seit einigen Tagen Ausgangssperre. Also einfach rumfahren geht nicht und ich kriege langsam auch Lagerkoller.

    Alle meine Projekte wurden gestoppt oder verschoben. Wir versuchen bei dem gestoppten Projekt zu retten, was wir können. Das schlimmste ist, dass bei diesem Projekt 2 Kollegen positiv auf Corona getestet wurden....

    „Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: es jedem recht machen zu wollen.“

  • Also das ist für mich die vierte Woche im Home Office, aber daran bin ich gewöhnt. Befinde mich seit vier Wochen in Griechenland und hier gibt es seit einigen Tagen Ausgangssperre. Also einfach rumfahren geht nicht und ich kriege langsam auch Lagerkoller.

    Alle meine Projekte wurden gestoppt oder verschoben. Wir versuchen bei dem gestoppten Projekt zu retten, was wir können. Das schlimmste ist, dass bei diesem Projekt 2 Kollegen positiv auf Corona getestet wurden....


    Wenn ich an Griechenland denke dann fällt mir natürlich hauptsächlich das blaue Meer ein. Mist, wenn man in dieser Situation nichts davon hat!


    Schlimmer natürlich, wenn man Betroffene kennt: Gute Genesung und keine Neuansteckungen!

  • Ich komme normalerweise auch viel rum. Im Moment geht nicht mehr viel. Sogar im Handwerk macht sich das Fehlen vieler osteuropäischer Handwerker bemerkbar.

    Dass die Erde keine Scheibe ist, das hat sogar die katholische Kirche zugegeben!