Kaufberatung Pathfinder 2012 mit AT Motor

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von jebu.

  • Wir fahren einen 2014 Navara SE als Transporter für die Wohnkabine und seit 2017 auch immer mehr als Transporter für Baustoffe, da wir ein altes Fachwerkhaus im nordhessischen Bergland gekauft haben und renovieren.

    Unser 2009 VW Caddy mit 80 PS 1,4l Saugrohreinspritzer und LPG Anlage fährt zwar sparsam, aber äußerst träge. Lange Strecken machen damit keinen Spass. Daher hatten wir die Idee, den Caddy durch einen Pathfinder zu ersetzen und vorhin habe ich auch einen gefunden, der vielleicht in Frage kommt:

    https://suchen.mobile.de/fahrz…1b-3259-bafe-836fa1416a0d


    Ich hoffe, der Link funktioniert, wenn nicht, die Eckdaten sind:

    Pathfinder LE 2012, 109500 km AT Motor neu, 19490€, Bi Xenon Licht, Automatik.

    Der Preis ist wegen des AT Motors relativ hoch, aber vielleicht läßt sich da noch handeln. Außerdem hat er einen neuen Motor, das wäre sonst vermutlich eines der größten Risiken bei diesen Nissan. Gerade, wenn die nicht artgerecht gehalten wurden, sondern als Autobahnraser oder im Stop and Go Betrieb mißbraucht wurden.


    Was kann bei so einem Fahrzeug als nächstes kaputt gehen und worauf muss ich besonders achten?

    Wie zuverlässig sind Getriebe, Xenon Scheinwerfer, Partikelfilter, Kat und der ganze Rest der Technik? Die Schwachpunkte des Navara kenne ich leidlich, was kommt beim 2012 Pathfinder noch dazu?

    Der Händler bietet eine 24 Monate Gebrauchtwagen Garantie. Welche Fallstricke sind dabei zu beachten.


    Für Hinweise wäre ich dankbar, Bernhard


    Ergänzung:

    Ich möchte eigentlich als Caddy Nachfolger noch mal einen "richtigen" großen, zuverlässigen, komfortablen 4x4 Kombi kaufen, mit Untersetzung und reichlich Bodenfreiheit, mit dem ich auch auf Langstrecken in Europa zuverlässig cruisen kann.. Euro 5 reicht mir. Außer dem Pathfinder wäre vielleicht auch ein Pajero denkbar. Patrol sind mir eigentlich schon zu "heavy duty" und außerdem noch ein paar Jahre älter. Pathfinder würde ich bevorzugen, weil der ja sehr verwandt zum Navara D40/D401 ist.

  • Bernhard,

    Die Motoren sind zwar keine HZ1 aber dennoch recht dauerfest.

    Das VTG ist deutlich komplexer als das vom Navara - solange das richtige Öl eingefüllt wird sollte das aber kein Problem sein.

    Die Hinterachse ist ebenfalls viel aufwendiger (Doppelquerlenker + Federlenker), für Federbrüche und verschlissene Gummigelenke ist es hier aber noch viel zu früh.

    Partikelfilter und Kat dürften bei diesem Baujahr ausgereift sein.

    Beim AT Getriebe muss halt die Kühlung umgebaut werden.


    Davon abgesehen: Neuer Motor ist ein sehr dehnbarer Begriff. Selbst im Nissan Autohaus glaube ich kaum das die einen kompletten Originalmotor eingebaut haben....

    Das Einbaunavi ist auch überlegenswert. Gibt es dafür noch Kartenupdates? Dann lieber eins mit Doppel DIN.

    Jochen

  • Danke für die Hinweise :) Ich sammele noch und werde am Montag den Händler anrufen.

    Was die Motoren angeht: Zu deren Problemen habe ich mich in den letzten Jahren informiert. Das Hauptproblem ist wohl die Steuerkette und da werde ich beim Händler nachfragen.

    Dass im Pathfinder kein unkaputtbarer 1HZ drin ist, sondern eine relativ aufwändige 2,5l Turbo-Konstruktion mit eher begrenzter Lebensdauer hat neben den bekannten Problemen auch Vorteile. Denn die 96kW bei 3800 Umdrehungen und 285 Nm bei 2200 Umdrehungen des 1HZ sind für ein Buschtaxi auf staubigen Pisten vielleicht ausreichend, aber im Verkehr auf Straßen und Autobahnen in Europa nicht mehr angemessen. Meinen 1HZ im HZJ79 hatte ich 2004 in Australien sogar noch mit einem Turbolader ausgestattet und danach kam der endlich auch die Sanddünen hoch und konnte nach unserer Rückkehr in Europa sogar bei 120 auf der Autobahn mithalten. Allerdings bei 18 bis 22l Diesel/100km und nicht bei 8 bis 10l wie der 2,5l des Navara mit 190PS und 450 Nm bei moderaten Drehzahlen.

    Was das Navi angeht:

    Bisher bin ich absolut glücklich und zufrieden mit Navigon auf dem iPhone und abseits der Straßen mit Motion X GPS. Ein fest eingebautes Navi habe ich bisher in keinem Fahrzeug.

  • Als d40 Besitzer kennst du das Rost Problem Rahmen.... Das hat der Pathi auch. Also Auge drauf werfen besonders hinterer Teil.

    Ford Focus MK3 Turnier, magnetic grau, 120 Diesel PS, Power Shift und happy

    VOLVO C70 I Cabrio nach 19 Jahren verkauft
    NISSAN Pathfinder, 2,5 Liter, ohne DPF, Bj.2005, Rechtslenker, fährt im südl. Afrika

    Nissan Terrano II, 2,4 Liter Benzin, BJ. 1995, 14 Jahre Afrika - im Autohimmel angekommen

  • Die Frage ist, was genau "Motortausch" bedeutet. Wir haben damals auch einen PF mit 2,5L 190PS-Maschine mit ähnlicher Laufleistung gekauft und danach alles in allem über 8000,- Reparaturkosten reingesteckt, bis er nun endlich seit einiger Zeit stabil läuft. AGR-Kühler, AGR-Ventil, DPF, Turbolader etc. um mal nur die Teile um den Motor herum zu nennen... Dann waren da noch so lustige Dinge wie Lenkwinkelsensor samt Wickelfeder, neuer Klimakompressor, Querlenker hinten beidseitig etc.


    Wenn der Wagen läuft, macht er sehr viel Spass. Falls man sich die Anschaffung allerdings nur so gerade eben leisten kann, würde ich davon abraten. Eine unerwartete Werkstattrechnung von 4000,- sollte jedenfalls kein Problem darstellen.

  • Ich habe heute mal angerufen:

    Komplett neuer Motor mit Kopf und Block, neue Turbolader, neues AGR, neue Steuerkette (war beim neuen Motor dabei), langjähriger Nissan Vertragshändler, Schadensgrund: Fahrweise des Vorbesitzers - Motor mehrfach überhitzt mit entsprechenden Folgeschäden.


    Auf den Pathfinder hätte ich schon Lust und es wäre auch nicht schlecht, wenn die Bedienung unserer beiden Fahrzeuge weitgehend gleich wäre.

    Ich habe aber noch mal über unseren realen Bedarf für die nächsten Jahre nachgedacht und bin jetzt doch sehr unschlüssig, ob der Pathfinder wirklich das sinnvolle Fahrzeug als Ersatz für den Caddy ist.

    Schlechtwegetauglich muss ein Neuer in unserer Gegend sein, aber ein Old School Offroader mit Untersetzung ist nicht notwendig. Wenn es zum Holz machen in den Wald geht, oder ein Minibagger gezogen werden muss, ist da ja noch der Navara. AHK für den Caddy Nachfolger ist zwingend, aber 1500kg Anhängelast reichen. Euro 5 Diesel wird zum Problem werden, wenn die Fahrverbotszonen so erweitert werden, wie die DUH es möchte. Der Pathfinder hat mit 8 Jahren trotz Neuteilen seine beste Zeit hinter sich und wer weiß, welche Schäden die Fahrweise der Vorbesitzer sonst noch verursacht hat.


    Vom Platzangebot würde ein Hybrid/PHEV SUV wie der Mitsubishi Outlander PHEV oder der RAV4 Hybrid 4x4 den Bedarf abdecken. Um 20000€ gibt es Angebote mit 4 bis 5 Jahre alten Fahrzeugen und die aktuellen Kaufprämien lassen auch einen Neukauf denkbar werden. Im Herbst kommt auch der RAV4 PHEV. Da wären dann auch LED Licht und moderne Assistenzsysteme denkbar. Ein PHEV wäre auch ein Grund, endlich Solarmodule aufs Scheunendach zu bauen.


    Ich stelle die Entscheidung noch mal zurück und bringe erst mal den Caddy über den TÜV. Dann sehen wir weiter.


    Vielen Dank für die Tipps, Bernhard

  • Ich geb mal ungeachtet deiner Entscheidung meinen Senf dazu.


    Also da ich auch mal an den Mitsu Outlander 3 gedacht habe (Frau fährt noch meinen fats 20Jahre alten 1er Outi) kann ich dir sagen, das hier der Kofferaum um Welten unterschiedlich ist, im Pathi kannst einen Kinderwagen reinstellen und hast immer noch den halben Kofferaum Platz, beim Outi nicht mal ansatzweise. Oder du kannst 2,50m Eckschutzschienen reinschieben ohne Probleme. Also wenn der Platz nicht benötigt wird, dann brauchst den Pathi wahrlich nicht. Man muss ehrlicherweise dazu sagen, die hintere Sitzreihe im Pathi ist nix für große Menschen, selbst Kindersitze mit Isofixhalterung zwingen den Vorderen Sitz schon gut in eine aufrechte Sitzposition, sprich die Beinfreiheit ist einfach nicht da und ich bin froh das ich immer aufm Fahrersitz sitze :)


    Meiner war auch um die 100k km und hatte seinen 2ten Schaltschieberkasten drin (dank an den Mitsu Händler der das noch auf Garantie machen lies), wären um die 4000€ Spontaninvest ansonsten geworden. Sonst (habe auch einen 2013ner also letzte Baureihe) kann ich mich nicht beklagen, zwar nur Wochenend Offroader (wobei Berlin Straßen auch schon an harten Offroad erinnern), aber große Schäden bis auf den kaputten Scheinwerfer (undicht und Wasser hat dann irgendwann das Xenonsteuergerät geext) und meine sinnlose Odyssee bzgl. falscher Glühkerzen läuft meiner absolut zuverlässig. Mir ist jetzt zB mal aufgefallen das ich immer noch den ersten Abgastrakt unten dran habe und das bei 202000 km und bis auf ein lockeres Wärmeleitblech da noch nie was war.

    Also abschließend, wenn man ihn nicht kaputt fährt, hält der schon recht gut jedenfalls mein Facelift.


    Wegen Euro 5, naja dank Corona denke ich mal wird sich da nicht viel mehr bewegen mit Verbotszonen, nachdem sehr schön zu sehen war das trotz fehlendem Verkehrs die Werte sogar gestiegen sind in solchen Zonen, wäre jedenfalls kein Totschlagargument um sich gegen ein E5 Diesel zu entscheiden. Wenn denen die Gelder wegbrechen sind die auch ruhig.