Führungsstifte der Bremssättel wechseln, schwammiges Bremspedal, Bremsen blockieren, Bremssattel hängt

Es gibt 58 Antworten in diesem Thema, welches 7.217 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von bobbycar-one.

  • Kleiner aber wichtiger Tipp zum Entlüften mit Bremspedal Methode:

    Brett unters Bremspedal legen, genau so viel wie sich das Bremspedal sonst drücken ließ.


    Macht man das nicht, drückt bis auf Boden, treibt man den Zylinder im Hauptbremszylinder ins Nirvana. Danach ist dieser Schrott.


    Auf Nachfrage in einer Selbsthilfewerkstatt habe ich dies nicht getan, der Inhaber KFZ Meister.


    Danach Lampen an Handbremse, Bremse allgemein. Ich hatte Glück, der Dicke hat sich nach 3x Aus und Starten regeneriert. Bremse ok -Omm-


    Zu Hause bin ich nochmal ran, die passenden Manschetten eingebaut, dann den mit Holzbrett , Bremspumpen und großer Ölkolbenpumpe die Luft aus dem System gezogen.


    Bei den nächsten Arbeiten an den Bremsen besorge ich mir eine Entlüftung von Hazet für einen Kompressor. Ca. 120 Euro.


    In einem Post vorher hab ich das erwähnt.

    Meine Bremsen sind nach meiner Reparatur top, wohl besser als in einer Werkstatt. Nach den gemachten Erfahrungen mach ich meine Bremsen jetzt immer selbst.


    Da weiß man genau was damit gemacht wurde, ist echt traurig aber wahr. Ist zwar Arbeit, macht aber auch Spaß, zumindest mir.


    Damit ist man wohl im Board nicht alleine, gibt auch viele Ratschläge, die man übernimmt.


    Dank und Gruß ans Nissanboard!


    VG

    Thomas

    Legt mir einer Steine in den Weg, fahr ich drüber.
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  • weil die Pfeifen von der Werkstatt haben die Bremse mit den schon beim einbau klemmenden Stifte, entlüftet,dh. der Kolben konnte sich beim Entlüften schon nicht ganz ein und ausfahren.

    der kolben braucht sich beim entlüften nicht zu bewegen. da wurde halt schlecht oder überhaupt nicht entlüftet.

  • OK Danke, das wußte ich nicht, dachte man muss die Bremse zum Entlüften mehrmals Betätigen.

  • ja man muss druck im system aufbauen, entweder über das pedal oder mit einem werkstattentlüftungsgerät welches an den behälter oben angeschlossen wird.

    ob sich dann unten der kolben bewegt oder nicht ist irrelevant.

  • Hallo zusammen,

    seit der letzten Bremsenreparatur 2023 (wie oben beschrieben) funktionieren diese echt spitze, ausser ein Punkt ist übrig geblieben und ich komme trotz doch schon relativ viel Erfahrung nicht dahinter, bitte um Eure Erfahrung.


    Symptombeschreibung:

    Es passiert hi und da und NUR auf der Autobahn ab >120kmh aufwärts (auffällig hauptsächlich bei warmen Wetter) dass das Bremspedal ganz von selbst hart wird, als ob sich im System Druck aufbauen würde.

    Die Bremsbacken kneifen auch leicht zu, die Scheiben werden heiss, fangen zum Schlingern an und das Lenkrad wackelt hin und her.


    Wenn man auf die Bremse tritt merkt man wie das Pedal hart ist und schon ordentlich Druck drauf ist.

    Ich muss dann an den Pannenstreifen, ausrollen lassen, am Stand voll in die Bremse treten, dann fühlt es sich wieder normal an und ich kann weiterfahren.

    Je nach Laune des Autos wiederholt sich der selbe Mist nach ein paar Kilometer wieder oder gar nicht mehr.


    Wie beschrieben, es ist auch nicht bei jeder Autobahnfahrt, bin im April Linz - München und retour und da war nichts.

    Jetzt neulich auch mit und ohne Hänger nach längerer Fahrt, fängt das Ding plötzlich an leicht zu bremsen, Bremsscheiben heiss, Lenkrad vibriert relativ stark usw. dann muss ich stehen bleiben, Bremse treten, dann gehts wieder.



    Ich habe auf steckende Führungsstifte getippt und gestern die vorderen Bremsen mal serviciert, dabei den Sattel abgenommen und alle Stifte ließen sich wunderbar rein/raus schieben und sind auch sauber.

    Festgestellt habe ich dabei auch, dass es anscheinend nur die linke Vorderbremse gewesen sein dürfte, die stinkte etwas verbrannt ?(


    Hatte das schon mal Jemand? Woran kanns liegen?

    Stift vom Bremszylinder zum Bremspedal zu straff gestellt oder sowas?



  • Hm, komisch.

    Wenn der Sattel sich bewegen lässt und nicht fest sitzt.

    Hört sich das Radlager vorne links gut an? Wärme von dort übertragen?


    Lässt sich der Kolben einwandfrei bewegen?

    Vorne links ist der geringste Abstand zum Hauptbremszylinder. Unterdruckschlauch richtig im Hautbremszylinder, oder porös?


    ABS Sensor im Radlager vorne links beschädigt/defekt? Aber da müsste die ABS Lampe angehen.


    Ich würde mal alles bis dahin checken. Ggf Hauptbremszylinder selbst oder ABS Steuerblock (da müsste die Lampe auch angehen)?


    2023 habe ich meine Bremsen auch gemacht vorne/hinten Scheiben und Beläge, Bremszylinder, Führungsstifte alles gut.


    Schreib mal wenn Du den Fehler gefunden hast.


    VG

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  • Tja, das ist eben das Schräge, Bremssattel hat Spiel, die Stifte gehen leicht rein/raus, die Kolben habe ich auch geprüft, die gehen für die Grösse beim Pathfinder auch gut, stecken jedenfalls keineswegs fest und er fährt sich wunderbar, wenn Du so Kurzstrecken und Überland fährst, gibts keine Probleme.
    Auch die erste Zeit auf der Autobahn und dann fängts irgendwann plötzlich an und wenn du den Fuss nur leicht aufs Bremspedal legst, spürst du wie es hart ist und vibriert, also da liegt bereits Druck drauf.

    Dann darfst Du schon vom Gas gehen, rechts ran, halten, Bremse paar mal voll durch und von Neuem.


    Unterdruck hat er auch im Bremskraftverstärker (BKV), man merkt beim Starten (nach dem Pumpen) wie das Bremspedal nachgibt.
    Es sind auch keine Lampen an.

    Allerdings generell komisch dass im System Druck aus dem Nichts kommt.


    Ich habe bspw. dann die Justierstange vom BKV zum Pedal abgemacht, kürzer gestellt (durch Rechtsdrehung) und mir kam vor dass es dann etwas besser ging.
    Gibts da eine Anleitung wie das richtig eingestellt werden soll?
    Evlt. soll die Stange so kurz sein, dass das Bremspedal zum Einklinken etwas gedrückt werden muss und den Stift auf Zug hält?

  • Hast Du Luft im System? Oder ist die Bremsflüssigkeit am Ende? Wasser im System, ich weiß, weit hergeholt. Kannst mal entlüften?


    VG

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  • Bremsflüssigkeit prüfen, ggf wechseln. Hast doch bestimmt Dot 4 drin.

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  • Hast Du Luft im System? Oder ist die Bremsflüssigkeit am Ende? Wasser im System, ich weiß, weit hergeholt. Kannst mal entlüften?


    VG

    Bremsflüssigkeit wurde vor zwei oder drei Jahren gewechselt.
    Welche DOT kann ich nicht sagen.

    Ich hab mal den Bremszylinder li/vo versucht zu entlüften, naja es kam keine Luft raus. :/

    WIe Du siehst bin ich ja aufgrund so viel Autoschrauberei schon mein Alphabet durch, darum stehe ich ja an und weiß ned weiter. :(


    Mal schauen, ich werde diese Schubstange vom BKV noch etwas nach innen drehen um ihm noch mehr Platz zu geben und schauen ob sich was verändert.


    Morgen habe ich wieder eine weite Strecke zu fahren um mein Rennauto zu holen - und ich berichte ;)

  • Klingt echt komisch.

    Besonders da es nicht reproduzierbar auftaucht.


    Das harte Pedal klingt eher so als ob man ohne Bremskraftverstärker noch ein paar mal gepumpt hat.

    Dann wird das Pedal eigentlich erst hart.


    Bei Rennwagen kenne ich es andersrum.

    Durch Vibrationen wandern die Bremskolben weg von der Scheibe und der Pedalweg wird zu lang das er nicht reicht.

    Deswegen pumpen Rennfahrer vor harten Bremspunkten kurz die Bremse vor damit die Beläge wieder anliegen.


    Das liest sich so als ob er zwischendrin mal seinen Unterdruck für den BKV verliert und dieser dann nicht unterstützen kann.

    Beim anhalten ändert sich vllt. ein Zustand/Parameter und er fängt sich wieder.

  • Eventuell den kompletten Unterdruckschlauch bis zur Unterdruckpumpe prüfen.


    Sollte die Unterdruckpumpe zu schwach sein, Aussetzer haben, hätte er noch mehr Probleme.


    Beim 3.0er ist da echt viel betroffen davon. TL-VTG-Gestänge, AGR-Kühler, AGR-bypass Ventil, Motorlager ...


    Beim 2.5er müsste es ähnlich sein ?


    Mir fällt da auch nix mehr ein, hab ja schon was dazu geschrieben.


    VG

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  • ...., aber nur vorne links

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  • Hallo,


    Danke für Eure Inputs und sorry für die späte Antwort, war etwas turbulent diese Woche.
    Das Problem hat sich seit der letzten Langstrecke erledigt, um genau zu sein habe ich es erledigt.

    Auf meiner 270km langen Strecke, dachte mir "super, erledigt :) " und dann nach ca. 200km bei ca. 160kmh war es wieder da - hartes Bremspedal, Lenkrad schüttelte links/rechts,

    runter vom Gas, Pannenstreifen, Bremse paar mal voll durch, weiter - Problem weg.


    Bei der nächsten Raststation, dachte ich mir dass ich die Schubstange vom Bremspedal zum Bremszylinder einfach durch Verstellen noch kürze.
    Habe den Passstift raus, die Spange runter, dann gedreht und wieder angemacht.
    Dann kam mir komisch vor, dass die Stange gar nicht kürzer wurde, weswegen ich das Problem trotz Verstellen zuvor immer wieder hatte :/

    Daher es aber im Fußraum so eng und finster ist, habe ich nicht gesehen, dass hinten an der Spange noch eine Kontermutter sitzt wodurch sich die ganze Stange immer mitdrehte aber nicht um das Gewinde 8o also diese aufgemacht, Stange per Zange 1x 360° gedreht, Schubstange verkürzte sich,

    auf die Autobahn, PROBLEM WEG! Kam die restlichen 450km nicht wieder bis her. :perfekt:


    Ich vermute dass ich diese Stange mal verstellt habe, als ich meinen TÜV wegen steckender Führungsstifte nicht bekam und jetzt das Problem aufgetreten ist ;)


    Jedenfalls ist es so, dass die Stange bei unbetätigter Bremse GANZ ausgezogen sein muss, damit das Membran im Zylinder ganz aufmacht und Überdruck entweichen kann.

  • Muss hier nochmal nachwärmen ;)


    Bin Oktober mit TÜv dran, Feststellbremse war der Auslöser alle Beläge und Führungsbolzen komplett neu zu machen.

    Wenn man mal dran ist.

    Ich hatte vor 2 Jahren Keramikfett verwendet und die Bolzen hinten gingen gut raus, einer mit etwas WD40 und etwas drehen.


    Ich habe die Beläge der Feststellbremse ausgetauscht, sahen übel aus, und diesmal hab ich die Gummitüllen über die Bolzen gezogen, diese Bolzen sollen Vibrationen aufnehmen.

    Diese Bolzen sind gem. WHB an der Unterseite positioniert.


    Hinten bin ich durch, morgen geht’s vorne weiter. Auch mit Gummi ;) .


    Feststell-Beläge, Scheiben Beläge von TRW kann ich empfehlen passen echt gut.

    Führungsbolzen Set von Frenkit sind auch wieder dabei.

    Gefettet wird stets mit Keramikfett.


    Meine Scheiben jeweils sind noch gut, werden weiterverwendet.


    Ich werde mal berichten wie es nach dem Belagwechsel und Probefahrt morgen ist.


    VG

    Thomas

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  • Mit dem nächsten Tag fertig zu sein wurde nix. Da kam mal wieder eine Portion Leben dazu, zu denken vorne geht es ratzifatzi. ;)


    Als ich die Bremszange vorne rechts abgenommen hatte, sah ich das Übel. Staubmanschetten gerissen. Kommt wohl aus etwas vom Schlamm und Matsch wühlen.


    Prima fängt ja gut an. Glücklicher Weise hatte ich noch einen Reparatursatz mit Manschetten und Dichtungen.

    Also Bremsschlauch abgedrückt, abgeschraubt und weiter ging es. Die Kolben trieb ich mit Druckluft raus, alles schön sauber gemacht, Dichtungen rein, Kolben mi neuer Manschette rein. Ging echt gut.

    Die Führungsbolzen gingen sehr gut raus. Torsionsträger schick gemacht, Hülsen / Löcher für die Bolzen gereinigt und wieder mit neuen gefetteten Führungsbolzen und Staubmanschette rein.


    Links vorne das gleiche Spiel.


    Ich habe mir von Hazet einen pneumatischen Bremsen-Entlüfter gegönnt, liegt um 100 Euro bei Amazon . Mit dem Gerät geht das echt gut. Man benötigt jedoch einen Kompressor.


    Da ich diesmal die Gummis in den Führungsbolzen verwendet habe, bin ich mal gespannt wie sie beim nächsten Wechsel rausgehen.


    VG

    Thomas

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  • Hab vorne mittlerweile sogar bei allen 4 Führungsstifte die Gummis drinnen, notgedrungen. Führungen von den Bremssätteln sind ziemlich ausgeschlagen und klapperten bei jeder Bodenwelle. Ordentlich Kupferpaste reingedonnert und gut. Brauch aber demnächst dringend neue Sättel :P Original sind glaube ich nur die unteren mit Gummis, meine ich mal bei dir gelesen zu haben. Solange die Gummis neu sind ist alles gut, mit der Zeit werden sie leider dünn und weich und stülpen sich über die Stifte, jup dann bekommt man sie fast nicht mehr raus. :)

  • Kurzes Update:


    TÜV im 2. Anlauf, ohne Mängel.


    Kleiner Tipp:

    Wenn man alt ist, nun 14 Jahre, Motor / Getriebe von mitte / unten reinigen und etwas Rost vom Rahmen und Querträgern entfernen und bearbeiten. Ich hab für den Rost Epoxy Rostumwandler Grundierung genommen.

    3 Schichten drauf gesprüht. Da kommt noch Hammerit Schwaz drauf und noch eine Schutzschicht, Mike Sanders oder Owatrol.


    Innenrahmen kommt auch noch komplett dran, und sowie wie außen. Ist ne schmutzige Arbeit, lohnt sich aber. Will noch Youngtimer mit meinem Dicken werden.


    Abgas und Bremsen Topwerte :)


    VG

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  • Tippkrebs Hammerit Schwarz grrr ;)

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