Mein Primera, die Zweite

Es gibt 7.056 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von christian.

  • Das wird stimmen.8)


    Kleines Update: Nachdem der Wagen diverse Außendienst-Kilometer auf langweiligen kurvenfreien Bundesstraßen sowie einige Fahrten zu Arbeitseinsätzen in unser Waldhäuschen (ausgefahrene Waldwege kann er immer noch gut wegstecken) über sich ergehen lassen musste, war heute endlich mal wieder ein wenig Zeit für eine abendliche Tour um des reinen Fahrens willen.

    Und ja- leere Pisten mit vielen engen Kurven sind echt sein Terrain: die Exaktheit, die Rückmeldung und auch der reine Kurvengrip an sich sind schlicht geil.

    Dazu liegt er im Vergleich zum letzten Jahr merklich ruhiger: hier zeigt sich, was Federweg ausmacht.

    Untersteuern hab ich keines hinbekommen, dank der anderen Querlenker ist die VA nochmals stabiler geworden. Die dadurch stärker geforderte HA kann es auch dank der überbreiten Reifen gut ab: selbst ein zartes Übersteuern dank Lastwechsel und Aushebeln durch eine Bodenwelle in einer fiesen Ecke fängt sich sofort wieder.



    Zum Abschluss die unvermeidliche Bilderflut:


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    Grüße


    Chris

  • Zum neuen Jahr gibt`s auch von meiner Seite ein kleines Update:


    Der Kombi genießt aktuell natürlich seinen Winterschlaf, zuvor durfte er sich bis Ende Oktober noch einige Male austoben. Entsprechend sind Reifen und Bremsen nach insgesamt 1.823 km mittlerweile gut eingefahren..

    Bei letzteren überzeugt mich das Fadingverhalten immer noch nicht, in dieser Beziehung wird es noch Änderungen geben müssen- wahrscheinlich geht es dem Ankerblech zumindest partiell dieses Jahr ans Leder.

    Tatsächliche Probleme traten jedoch nicht auf.


    Mittlerweile habe ich den guten Wagen schlanke 13 Jahre, daher folgt jetzt der jährliche, unvermeidliche Vorher-Nachher-Contest:


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    Vielmehr gönnte ich mir zu meinem Geburtstag ein anderes "Radio", da mich die CD-Anhäuferei gerade im Vergleich zum Alltags-Octavia mit der Musik-SC-Karte dezent genervt hatte. Nun ist der Primera der CD-Wiedergabemöglichkeit gänzlich beraubt, dafür darf ich aber nun auch StVO-konform telefonieren und sonst die Musik noch einen Tick netter genießen.


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    Zum 17. Geburtstag des guten Gefährts gab es dann ein Teil, dass ich schon einige Jahre auf dem Schirm hatte: der Wagen wird jetzt dreispeichig gelenkt. Wie es sich fährt, weiß ich noch nicht, weil zum Zeitpunkt des Einbaus schon Winterruhe herrschte. Ich bin gespannt.


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    Aktuell ist der Wagen komplett aufgebockt und wartet auf die Wellnessbehandlung von Schwellern und vorderen Radhäusern. Nissangold ist natürlich vorhanden, zum Glück sieht es bislang alles nur oberflächlich aus.


    Außerdem musste der gute Primera im Dezember seine Batterie dem Alltagskombi spenden, da der Skoda nach 7 1/2 Jahren deutlich an Spannung verlor.

    Damit ist zwar dieses Jahr ein neuer Akku für den Primera fällig, aber das 74 Ah-Riesenteil war mir aufgrund des damit mangelnden Platzes und des Gewichts ohnehin ein Dorn im Auge.


    Beim Octavia selbst gab es sonst keine weiteren negativen Vorkommnisse- der Apparat spult klaglos die Alltags- und Urlaubskilometer ab. Im Juli wurden ihm neue Michelin Pilot Sport 4 für die VA spendiert, welche sich bislang wirklich sehr bewährt haben: guter Grip und auch bei nordischem Starkregen große Aquaplaningreserven...


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    Demnächst gehts zum nächsten Ölwechsel, ebenso sind bei knapp 100tkm die hinteren Bremsbeläge fällig.


    Grüße


    Chris

  • Schönes Lenkrad,kommt mir irgendwie bekannt vor,nur sitzt es bei mir rechts.

    Das Fahrrad passt super zum Kombi,wann lackierst du um :)

    So einen Octavia könnte ich mir auch vorstellen aber das weisst du ja.

    SR20De,SR20DE,RB25DE und VG30DETT sind meine Begleiter

  • 13 Jahre ist stolz für einen Primera. Schönes Auto mit viel liebe und Pflege ;) habe meinen p10 jetzt 5 Jahre und es werden hoffentlich mehr :)


    Weiterhin viel Erfolg!

  • Robert: Hat es, aber nicht wirklich viele- der Kugelkopf einer AHK hatte sich schon recht fix nach dem Kauf darin verewigt. Könnte ich mal fix ausbeulen, da verschieb ich aber schon bannig 4 Jahre.:)


    marco: Ja, eigentlich gehört das Lenkrad nach rechts, aber der Umbau war mir zu aufwendig.

    Und da das Lillifee-Pink nur mit nem YETI am Steuer passabel aussehen würde, bleibt die Kiste unscheinbar schwarz.


    Und nen 4x4-Octavia mit dem Motor aus dem 8P wäre doch mal wirklich was für Deinen Alltag, oder?


    Grüße


    Chris

  • Nun denn- Saisonbeginn, eigentlich...


    Auch dieses Jahr werde ich nicht pünktlich Anfang April das lang ersehnte Primera-Fahren beginnen, weil der Erhalt der Substanz natürlich vorgeht.


    Der Plan für den Winter war das Entrosten und Neuversiegeln der Radhäuser vorn, der Schweller und des Unterbodens.

    "Dank" des durchgehend kalten Februar und März hatte ich wenig Ambitionen, dem guten Kombi bei Frost in der Garage zu Leibe zu rücken, entsprechend konnte ich erst

    in den letzten zwei Wochen abends mal anfangen. Aktuell ist der Unterbodenschutz größtenteils runter und das Radhaus links sowie der Schweller mit Flex, CSD-Scheibe und Co. grundbearbeitet.


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    Natürlich gibts es dort nach über 17 Jahren und 260 tkm Alltagsdienst Nissangold- aber immerhin keine argen Überraschungen oder Rostlöcher. In den nächsten Wochen gehts intensiv mit Flex, Sandstrahldüse, Owatrol, Deox, Bratho-Korrux, Lack in KL0 und Unterbodenschutz weiter...


    Ansonsten wurde letzte Woche die neue Batterie von Exide geliefert, da der bisherige 74 Ah-Klopper ja dringend im Octavia gebraucht wurde.

    Die neue Batterie hat "nur" 61 Ah, ist dafür merklich leichter und dichtet den Bereich des Ansaugrüsselchens hinter dem linken Scheinwerfer nicht mehr so massiv ab.

    Ebenso dürfte nun das originale Plastikmäntelchen wieder über die Batterie passen.


    Außerdem habe ich mich nach langem Zaudern und Zögern, dass auch die guten alten 16"-Werksfelgen nach recht exakt 10 Jahren Lagerzeit (und vorherigem vierjährigen reinen Winterdienst) wieder zum Einsatz kommen:


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    Da die alte Dame ohnehin nur noch bei Trockenheit ans Tages- oder Mondlicht "darf", probiere ich ab diesem Jahr mal Semislicks aus.

    Die Wahl fiel auf Federal SS595 RS-R. Jener Reifen ist in diversen Foren als recht tauglich beschrieben worden, insbesondere soll er auch "kalt" brauchbaren Grip liefern- was mir beim Fronttriebler und der wenig belasteten (und damit warme Reifen erzeugenden) Hinterachse recht lieb ist. Natürlich spielte da auch der Preis eine Rolle.


    An sich wäre mir ein Satz Semis auf den AZEV-18"ern lieber gewesen- es ist nur schlicht kein Fabrikat in meiner Mischbereifung (215/40/18 und 245/35/18) erhältlich.


    Und da die Werksfelgen in 7x16" Et 45 mit 205/50/16 und den 25er Spurplatten eingetragen sind, fiel die Wahl auf jene.

    Da die Felgen recht leicht sind und die RS-R ziemlich breit ausfallen (und nur auf einer 7"-Felge zugelassen sind), war es gegenüber den auch im Rennen stehenden OZ Saturn in 7,5x16" Et 40 wohl tatsächlich die bessere Wahl, um ein Schleifen der Räder an der HA zu umgehen.


    Der Breitenvergleich jener Räder zu den 215/40/18 auf den 8,5x18" ist dementsprechend recht erstaunlich:


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    Gut erkennbar ist ebenfalls der geringe Abrollumfang der 16"er:


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    Und neben den von mir erwarteten klaren längsdynamischen und erhofften querdynamischen Fortschritten sehen die Teile so übel auch nicht aus, wie die Bilder aus 2007 zeigen:


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    Natürlich werden die guten AZEVs auch dieses Jahr immer mal wieder auf dem Wagen zu sehen sein.


    Grüße


    Chris

  • Schöne Arbeiten.


    Federal Semis hab ich momentan auch noch auf 2 Rädern laufen - Bei denen ist aber bei Nässe echt kritisch zu fahren, da solltest du dich bei plötzlich einsetzendem Regen auch langsam rantasten.

  • Danke für den Tipp. Ich werde, wie in den letzten Jahren, den Wetterbericht vor der Ausfahrt checken- gibts Regen, muss sowieso der Octavia ran.


    Grüße


    Chris

  • Schön wie du dem Nissangold zu leibe rückst,davon gibts ja über die Jahre mehr als einem lieb ist.

    Bin gespannt was du zu den Reifen sagst,nächstes Jahr brauch ich auch neue obwohl die dies Jahr schon runter sind.

    SR20De,SR20DE,RB25DE und VG30DETT sind meine Begleiter

  • Ja...das herrliche Entrosten...

    Hab das auch schon hinter mir. Bei -12° stundenlang auf dem kalten Hallenboden liegen und die Fächerscheibe schwingen.

    Als gäb's nichts Schöneres...

  • Ich geb Dir auf jeden Fall Bescheid, Marco. Aber ich denke, dass wir uns eh mal wieder sehen, wenn er wieder auf die Straße kann.

    Ja Cashy, da kommt schon gut Zeit zusammen- auch wenn ich mir den Frost erspart habe.

    Heute waren es auch wieder drei Stunden in der Garage- immerhin ist der linke Schweller nach erneutem Abschleifen mit der CSD-Scheibe, dem Sandstrahlen der kleinen tieferen Einrostungen jetzt größtenteils zum ersten Mal mit Bratho Korrux gestrichen.

    Nach dem Umsetzen der Böcke gehts dann an den jetzt noch durch selbige verdeckte Stellen weiter.

    Die Frage ist nur: wo platziere ich die Böcke sicher?

    Vorn würde ich Verschraubung des Achsträgers nehmen, nur hinten bin ich noch planlos.


    Grüße


    Chris

  • Längsträger, oder aber die Aufnahme der Hinterachse habe ich gewählt.

  • Eigentlich egal wo, der muss das halten. Wenn es um Böcke geht kann man auch an die Achse selbst, dann ist der Unterboden komplett frei :)

  • Heute wurde die Seite gewechselt- nun ist die Sanierung von Radhaus, Schweller und Unterboden auf der Beifahrerseite dran.

    Als erstes galt es, die Verkleidungen zu demotieren, dann folgte die erste Bestandsaufnahme : aus dem Kotflügel linst einen natürlich das "Nest" an, erstaunlicherweise ist hier das Blech noch ziemlich rostfrei. Auch ansonsten gibts am Schweller und Unterboden nach erster Sichtung nichts wirklich erstes. Also kann es in den nächsten Abenden/ Nächten fröhlich weitergehen...


    Grüße


    Chris

  • ich hätte da mal eine frage. wie weit ist es möglich die vorderen kotflügel zu ziehen? denn laut teilegutachten (ist vom tüv austria) meiner felgen, müssen diese 30° vor und 50° hinter radmitte das rad abdecken.

    hab noch nicht gemessen, ob die stoßstange dabei auch ausgestellt werden muss.

  • Moin!

    Grundsätzlich können die Kotflügel vorn schon 1-2cm gezogen werden, dann wird es aber mit der Befestigung des Innenkotflügels (das Plasteteil) schwierig.

    Meine dürften knapp unter nem Zentimeter gezogen sein, und das ist schon arg knapp.


    Und: Tadaa: nach diversen Nachtschichten in der Garage hab ich die alte Dame Sonntag 2:30 wieder komplettiert und auf den Boden der Tatsachen gebracht.

    Der erste Schlüdseldreh: sofort war der SR20 zur Stelle. Entdprechend gingen meine Mundwinkel nach oben.

    Das erste kurze Roll-out führte dann zur nächsten Tanke, um den Luftdruck von 3bar auf 2,2 bar zu normalisieren.

    Ziemlich klasse: alles läuft, wie es soll, und mit dem dreispeichigen Lenkrad fährt sichs auch ziemlich nett.


    Grüße


    Chris

  • Nachdem der WP11 jetzt über eine Woche wieder in Betrieb ist und auch die erste Tankfüllung Super plus verbraten durfte, ein wenig mehr über die Frühjahrsarbeiten am Wagen:

    Die vorderen Radhäuser und der Unterboden wurden zuerst vom alten Unterbodenschutz befreit, dann, soweit Roststellen vorhanden waren, mit geringer Drehzahl der Flexund CSD-Scheiben davon befreit. Soweit die Scheibe nicht herankam, wurde mit Glasgranulat gestrahlt.

    Anschließend habe ich die Falze und die auch mit dem Strahlgerät nicht gut zugänglichen Stellen mit Owatrol behandelt.


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    Auch die Achsteile wurden grob entrostet und mit Owatrol gestrichen.

    Danach gab es für den Unterboden 3 Schichten Bratho-Korrux nitrofest, Korroflex für die Falzabdichtung sowie für die Achsteile Owagrundol und Chassislack O.H. .


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    Nach passender Trocknungszeit habe ich dann die Schweller wieder ins bekannte KL0-Kleid gesteckt und alles eine Woche trocknen lassen.


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    Als Abschluss durfte dann wieder der Kompressor ran und in die vorderen Radhäuser und auf den Unterboden Unterbodenschutz "glasklar" auftragen- ich möchte es rechtzeitig sehen, falls doch wieder Rost entsteht.


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    Zur Sicherheit gab es noch eine gute Schicht Unterbodenschutz-Wachs darüber.

    Danach war Hohlraumversiegelung auf dem Plan- mit ordentlicher Hohlraumdüse wurde den Schwellern, den Längsträgern und dem vorderen Längsträger einiges an Fluid Film gegönnt.


    Abschließend hab ich dem SR20 neues Öl gegönnt und die guten alten Seitenmarkierungsleuchten wieder instand gesetzt: neben 2 Totalausfällen der Leuchten brauchte auch die

    Verkabelung etwas Nacharbeit. Danach hieß es, die Bremssättel schick zu machen, den Wagen wieder zu komplettieren und auf seine vier Räder zu stellen:


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    Die ersten Fahrten wurden natürlich mit den 18"ern getätigt: es war durchaus die reine Freude!


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    Alltag vs. Freude...


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    Letzten Sonntag hab ich dann das Projekt "Semislick" angegangen und die alte Dame auf das 16"-Schuhwerk gestellt:


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    Das Fazit hierzu nach über 300km: optisch fehlt dem Wagen ohne die 18"er echt etwas- fahrdynamisch ists durch aus ein Gewinn.

    Mit den Serienrädern geht er durchaus nach vorn, ist (wie erwartet) deutlich schneller.

    Aufgrund des höheren Reifenquerschnitts ist die absolute Lenkpräzision zwar etwas teigig verwässert- daher setzt er merklich spontaner um. Griptechnisch liegen die Federals, soweit ichs bisher einschätzen kann, über den breiteren Hankooks. Gerade im Vergleich zum Octavia (VA: 225/40/18 Conti Sport Contact 5) gibt es wesentlich mehr Grip: allein im Referenz-Kreisverkehr oder der Auffahrt auf die Tangente flöge der Skoda beim Tempo des WP11 mit den Federals gnadenlos ab.

    Zum Glück scheinen die Federals auch niedrige Temperaturen abzukönnen, denn auch nachts und direkt nach dem Start rutscht da nix: selbst die Hinterachse ist, sicherlich auch die die Spurplatten, stabil- wenn auch grundsätzlich etwas loser als mit den 245ern sonst.


    Grüße


    Chris