Beiträge von Alexx

    Schlauerweise sind Kupplungen üblicherweise so gebaut, dass sie schon durchrutschen, bevor die Nieten sich in die Schwungscheibe "eingraben".


    Ob die Kupplung einen Fahranfänger noch überlebt, hängt natürlich sehr davon ab, wie weit die Kupplung eh schon runter ist, und wie schnell sich ein Lerneffekt beim Fahranfänger einstellt. Bei Fahrschulautos wäre mir jedenfalls noch nicht zu Ohren gekommen, dass pro Fahrschüler einmal die Kupplung gewechselt werden müsste... :-)


    Zum Anfahren lernen ist mehr Hubraum immer von Vorteil, und ein Diesel einfacher als ein Benziner, und elektronisches Gaspedal einfacher als eines mit Seilzug.

    Mein Fahrschulauto war einst ein Golf IV 1,9 TDI mit E-Gas. Als ich nach Führerscheinerwerb erstmals den weißen Primera fuhr, der bis heute mein Avatarbild ziert (obwohl seit mittlerweile 13 Jahren in den ewigen Jagdgründen), mit dem 2,0 SLX Benziner und Seilzug-Gas, da schaute ich mich erst mal ganz schön um, wie schwierig das plötzlich war mit dem Anfahren...

    Na da schau einer an, taucht doch glatt im Jahre 2021 noch ein colorado-roter Facelift-J30 hier im Forum auf!


    Deine Farbe heißt Coloradrot-Mineraleffekt, Farbcode AH2. Das musst Du dem Lackierer sagen, damit er auch das richtige Rot anmischt :-)


    Hast Du eigentlich schon mal ein Ultraschallreinigen der Einspritzdüse probiert? Damit bekommt man sie vielleicht wieder in Gang. Ansonsten scheint ein Ersatzteil laut obigen Links ja noch zu bekommen zu sein. Vielleicht vor dem bestellen mal testen, ob auch wirklich Strom an der Einspritzdüse ankommt. Nicht, dass es nur ein Kabelbruch ist.

    Wie es hier im Nissanboard beim J30 mit H-Kennzeichen aussieht, kann ich gar nicht beurteilen.


    Also meiner ist Erstzulassung Juni 1992, ein frühes Facelift-Modell. T minus 11 Monate bis zum H-Kennzeichen.


    Zuletzt gefahren: Im August 2009. Mein J30 hält also seit mittlerweile fast 12 jahren Dornröschenschlaf. Den habe ich seinerzeit in eine Scheune gestellt, um ihn mir bis zum H-Kennzeichen-Alter aufzuheben.


    Karosseriemäßig sehe ich keine großen Probleme, aber ob ich die ganze Technik nach so langer Standzeit jemals wieder zum Laufen bekommen werde, ist halt die Frage. Mir macht vor allem die Ersatzteilversorgung inzwischen gewisse Sorgen.


    Mal sehen, was mich erwartet, wenn ich ihn wieder aus der Scheune hole. Der Zahnriemen ist inzwischen eckig gestanden und muss vor dem ersten Startversuch gewechselt werden. Und was macht man mit einem 70-Liter Tank voll 12 Jahre altem Benzin? Abpumpen und im Rasenmäher verbrauchen? Oder mag das mein 125er Zweitakt-Roller? Die 4 Bremssättel sind bestimmt alle festgegammelt, da werde ich neue brauchen - sofern man noch welche bekommt. Der Facelift-J30 hat vorne 2-Kolben Sumitomo-Bremssättel. Die sind besonders selten. Vor-Facelift hat 1-Kolben Akebono-Sättel.

    Wird echt spannend, wenn ich den J30 aus dem Dornröschenschlaf wecke...

    7 Tage in der Werkstatt und "Maschine ziehen": Das klingt ja nach einer riesen Aktion!

    Da macht es wirklich Sinn, die Kupplung gleich mit zu wechseln, denn das ist dann kein großer Extra-Aufwand mehr.


    Gibt's da zufällig ein paar Bilderchen aus der Werkstatt? Nur der Neugier halber...


    Auf jeden Fall ist es erfreulich zu hören, dass man sowohl Zahnriemen und Spannrolle als auch eine Kupplungsscheibe noch als Ersatzteil bekommt. Ich mache mir da schon etwas Sorgen wegen der Ersatzteilversorgung beim J30. Arg viele Exemplare des J30 dürfte es in Deutschland nicht mehr geben.

    Da würde ich erst mal alle Sicherungen überprüfen. Die Dauerplus-Leitung hängt ganz bestimmt nicht direkt an der Batterie, sondern da muss eine Sicherung dazwischen sein. Die könnte durch sein.

    Am besten, Du betreibst mal ein wenig "Forums-Archäologie". Anno 2005, als ich mich hier im Forum erstmals angemeldet habe, wurde das Thema Krümmerstehbolzen beim J30 noch öfters diskutiert, damals gab es ja schließlich auch noch etliche J30 auf deutschen Straßen.


    Interessant könnte z.B. dieser alte Beitrag von 2004 sein:


    Krümmer


    Dort heißt es, dass viele zur Reparatur den hinteren Zylinderkopf abgebaut haben. Die wirklich erfahrenen J30-Spezialisten dagegen haben es ohne Kopfdemontage geschafft. Von Motorausbau schreibt dagegen niemand - diese Lösung dürfte doch ein rechter Overkill sein.

    Irgendwo in einem alten Beitrag von "Sito" findet sich evtl. noch der Tipp mit der Winkelbohrmaschine und dem nach-vorne-Kippen des Motors. Falls nicht, dann muss er es mir mal per PN geschrieben haben - die ich nach 15 Jahren aber wahrscheinlich nicht mehr archiviert habe.

    Auf jeden Fall gab es seinerzeit Mechaniker, die beim Krümmerbolzen-Ausbohren ziemlich geschickt waren. Die sind heute aber wahrscheinlich in Rente, oder haben es nach so vielen Jahren schon verlernt.


    In vielen alten J30-Beiträgen um 2004-2006 herum klaffen leider Lücken, weil Forums-Mitglied "Baumschubser", der selbst einen J30 hatte (bahamabeige, Automatik, Vorfacelift), einen Amoklauf verübt und all seine Beiträge weg-editiert hat. Der war mal in einer Diskussion mit einem anderen Mitglied aneinandergeraten und dann so verärgert, dass er das Forum verlassen und all seine Beiträge vernichtet hat. dadurch ging einiges Wissen leider verloren.

    Motorausbau beim J30?

    Warum denn das? Krümmerstehbolzen an der hinteren Bank?


    Das geht, wie schon mal geschrieben, auch ohne kompletten Ausbau. Muss nur von der Spritzwand ein Stück weggekippt werden, dann mit einer Winkelbohrmaschine arbeiten.

    D2S ist für Xenonschweinwerfer mit Sammellinse.

    D2R ist für Reflektorscheinwerfer.


    Meines Wissens braucht der A33 D2R-Xenonbrenner. Schnelle Internetrecherche sagt, dass ab Werk Philips D2R 35W Teilenr. 85126 drin ist. Aber bitte selbst nochmal suchen.

    Hallo Mixe,


    schade, dass ich Deinen J30-Thread erst jetzt entdecke!


    Das ist echt nett, dass Du mit so viel Hingabe an einem J30 schraubst, und das, obwohl Du ihn selbst scheinbar in den 90er Jahren gar nicht kennengelernt hast. Ja richtig, einen so schön laufenden Sechszylindermotor wie im J30 findet man sonst kaum. Der läuft seidenweich, und hat gleichzeitig doch einen richtig guten "Sound".


    Dass Kühlergrill und Blinker bei Deinem nicht mehr original sind, weißt Du selbst am besten. Das Kombiinstrument, das Du drin hast, ist ein Anachronismus. Es stammt aus einem Facelift-Modell (ab 1992), die haben eine feinere Unterteilung der Skalen mit mehr Teilstrichen. Dein Schaltknauf ist nicht der originale (der J30 hat einen Lederknauf), und der Zündschlüssel, den ich auf dem einen Bild sehe, ist neueren Datums. Der J30 hatte erst ab dem Facelift 1992 die ovalen Schlüsselgriffe, wie man sie vom P10 kennt. Die Modelle bis 1991 hatten kleinere Schlüssel. Der, den Du aus dem Blinker geborgen hast, passt zum Baujahr.


    Die Farbe Deines J30 heißt übrigens Bahama-beige. Die gab's nur bis 1991, mit dem Facelift ist die entfallen.


    Ist das Krümmer-Stehbolzen-Problem schon behoben?

    Der Konstruktionsfehler bei den Krümmern besteht darin, dass vorne drei separate Guss-Flansche dran sind, die an den Zylinderkopf geschraubt werden. Die Rohrkonstruktion dahinter verzieht sich mit der Zeit durch die Hitze der Abgase. Dadurch wirken auf die M8-Stehbolzen laterale Kräfte, was früher oder später zum seitlichen Abscheren der Stehbolzen führt. Meistens erwischt es die äußeren Stehbolzen, selten die zwei am mittigen Zylinder.

    Der abgebrochene Teil des Stehbolzens bleibt grundsätzlich im Zylinderkopf stecken. Den herauszubekommen ist das eigentliche Problem bei der Reparatur. Das übliche Reparaturverfahren besteht darin, den abgebrochenen Bolzen mittig anzukörnen und ihn auszubohren. Natürlich muss man erst mal den Krümmer demontieren - dabei besteht die Gefahr, weitere Stehbolzen abzureißen. Es sei daher empfholen, im Zweifelsfall lieber die Muttern zu sprengen, als mit Gewalt daran zu drehen, wenn sie nicht freiwillig aufgehen wollen.

    Ich hatte das Problem seinerzeit am vorderen Krümmer. Ich habe den alten Stehbolzen durchbohrt und ihn dann glücklicherweise mit einem Linksausdreher herausbekommen (siehe Bilder - das war im Sommer 2006). So blieb das Gewinde im Zylinderkopf unbeschädigt. Wenn man dort herumbohrt, muss man vorsichtig sein. Die Kühlwasserkanäle sind angeblich nicht weit entfernt.

    Wenn man die neuen Stehbolzen drin hat, stellt man dann meistens fest, dass der Krümmer nicht mehr draufpasst - eben weil er verzogen ist. Die Löcher im Krümmer muss man daher aufbohren. Ab Werk dürften die so etwas wie 8,5 oder 9mm Durchmesser gehabt haben, bei meinem sind sie inzwischen auf 12mm aufgebohrt. Im Grunde sollte man den Krümmer planen, weil er meist nicht mehr sauber anliegt. Mit etwas Auspuffmontagepaste bekommt man es aber oft auch ohne Planen dicht.


    Wenn es den hinteren Krümmer betrifft, schaff(t)en es die meisten auch ohne Motorausbau. Man löst ein Motorlager und hebt den Motor in geeigneter Weise (Wagenheber von unten, Motorbrücke von oben etc.) so an, dass er Richtung Kühler kippt. Dann gewinnt man etwas Platz zur Spritzwand hin. Dann mit einer Winkelbohrmaschine arbeiten.

    Von Ende der 90er Jahre bis um 2010 herum gab es da einen reichen Erfahrungsschatz in den meisten Nissan-Werkstätten, weil es früher oder später an jedem J30 gemacht werden musste. Dieses Wissen ist, zusammen mit dem J30, aber inzwischen ausgestorben.

    Zur Zeit gibt es aber viele Artikel über den Maxima: :D

    https://www.autoblog.com/2021/…suspension/#slide-2298589

    Interessantes Feature. Ultraschall-Abstandssensor zur Erkennung von Bodenwellen. Dürfte es allerdings nur in der US-Version gegeben haben, vermutlich nicht in Europa.

    Wobei das aus heutiger Sicht vielleicht auch gut ist. Es soll nach dem, was ich hier so gelesen habe, heute eine riesen Challenge sein, überhaupt noch neue vordere Stoßdämpfer für einen J30 aufzutreiben. Da mag ich nicht wissen, was das für ein Drama wäre, Ersatz für elektronisch verstellbare Dämpfer zu bekommen.

    Also wenn es an so vielen Stellen gleichzeitig herausspritzt, dann dürfte das kaum infolge von Alterung des Materials von heute auf morgen gekommen sein. Ich fürchte eher, da war ein tierischer Bösewicht am Werk: Marder!

    Der jetzige 3,6L V6 in meinem Cadillac XT5 scheint ebenfalls so solide aufgebaut zu sein.


    Also im Vergleich zum 4,6-Liter Northstar-V8, den Cadillac in den 90er Jahren gebaut hat, kann es nur besser geworden sein.

    Der Northstar ist ein notorischer Headgasket-Blower, dem nichts anderes einfällt, als andauernd seine Kopfdichtungen rauszublasen und Kühlwasser mitzuverbrennen. Und wenn er ausnahmsweise gerade mal doch nicht überhitzen und Kühlwasser verbrauchen sollte, dann macht er Dank verkokender Ölabstreifringe einen auf Zweitakter und säuft Öl wie ein Loch, oder pinkelt sein Motoröl beim getriebeseitigen Kurbelwellensimmerring raus, was dann ein richtiger Spaß zum reparieren ist.

    Beworben wurde der Northstar seinerzeit als der Super-Motor, der erst bei 100.000 Meilen (160tkm) die erste Wartung mit Zündkerzenwechsel braucht (bis dahin nur Ölwechsel), und der im Notfall Dank seines Notlaufsystems sogar ohne Kühlwasser fährt, indem 4 Zylinder weiterlaufen und die anderen 4 Luft zur Kühlung durch den Block pumpen. Die Realität sah dann anders aus, das ist ein Nix-als-wie-Ärger-Motor.


    Da ist ein Nissan-V6, bei dem höchstens mal Zündspulen oder Lambdasonden ausfallen oder eben die LiMa die Grätsche macht, schon wesentlich dankbarer.


    Wobei so eine neue LiMa übrigens eine nette Nachttisch-Deko ist :-)

    Das Video mit dem VQ35 aus dem Nissan Murano ist ja wirklich gut gemacht. Also wenn ich mir das so anschaue, ist das größtenteils ein sehr robuster Motor, bis auf ein paar Risikofaktoren. Da wäre zum einen die von der Steuerkette getriebene Wasserpumpe. Die ist zum Austauschen nicht lustig (obwohl es ja zwei Revisionsdeckel zur WaPu und zum Kettenspanner gibt), und wenn die undicht wird, pinkelt die ins Motoröl rein, ohne dass man es gleich merkt. Drei Steuerketten mit 3 hydraulischen Spannern - das ist komplex, mit entsprechendem Ausfall-Potential. Und dann erklärt er, dass es im Steuergehäusedeckel aufgeschraubte Ölkanäle gibt, deren Dichtungen undicht werden können, was zum Verlust des Öldrucks führt. Im Reparaturfall muss man da sehr viel zerlegen, um dranzukommen.


    @oggsi: Ist die LiMa aus Peru schon da?

    Das klingt in der Tat so, als ob da ein Dioden-Pärchen in der LiMa permanent leitend geworden wäre, also auch in Sprerrrichtung.

    In der Folge ist jetzt wahrscheinlich mindestens eine der Statorwicklungen ziemlich warm geworden, was eher gegen eine Weiterverwendung spricht.


    An sich fallen LiMas meistens entweder mit defekten Lagern oder mit abgenutzten Kohlen aus. Beides lässt sich recht kostengünstig beheben. Wenn aber eine Wicklung geraucht hat, dann braucht man doch eher (neuen oder gebrauchten) Ersatz.


    Ich habe letztens an einem Toyota Aygo die LiMa gewechselt. Ist insofern doof gemacht, dass dafür die vordere Stoßstange ab muss, sonst bekommt man die nicht raus. Die alte LiMa lief meistens unauffällig, nur nach mehrtägiger Standzeit machte sie nach einem Kaltstart manchmal Heul-Geräusche wie eine Luft ziehende Servopumpe, und qualmte dabei. Nach Motor abstellen und Neustart war alles weg und sie lief, als ob nichts gewesen wäre. Hab 'ne gebrauchte für 50 Taler reingehängt und muss alsbald mal die alte zerlegen, um zu sehen, was da faul war.

    Die Ladekontrolllampe hat definitiv nicht geleuchtet obwohl offensichtlich die Batterie nicht mehr geladen wurde,


    Die Frage ist: Hat sie nach dem Einschalten der Zündung und vor dem Motorstart geleuchtet (was sie ja sollte), oder ist sie da dunkel geblieben?

    Nach dem Einschalten der Zündung sollte von Zündungsplus über die Ladekontrollleuchte erst mal ein Erregerstrom über die Klemme D+ der LiMa fließen. Wenn der nicht fließt, baut sich kein Magnetfeld auf und die LiMa lädt nicht.


    Ein Kabelbruch zwischen D+ und Kombiinstrument führt dazu, dass die Ladekontrollleuchte immer dunkel bleibt und die LiMa nicht lädt, was man aber erst einmal gar nicht merkt, eben weil die Ladekontrollleuchte nicht aufleuchtet.


    Also: Nochmal raus zum Auto, Zündung an, und schauen, ob die Leuchte leuchtet...

    Das freut mich zu hören, dass Du noch einen Endtopf bekommen konntest!


    Ich bin inzwischen mal auf den Dachboden gegangen und habe meinen gesichtet. Erstaunlicherweise stehen da zwei unterschiedliche Teilenummern drauf. Im Endtopf eingeprägt ist die 20100-91E00, auf dem Teileaufkleber dagegen steht die 20100-91E01. Letztere ist die, die sich auch aus oggsi's Link ergibt.


    Ende der 90er Jahre bekam man für den J30 auch nicht-original-Endtöpfe von einem Aftermarket-Hersteller (keine Ahnung, ob's jetzt Bosal, Walker oder sonst einer war). Die passten auch, waren von der Akustik her aber mitunter etwas lauter. Nur steht zu befürchten, dass deren Produktion auch längst eingestellt wurde.


    Eine interessante Frage wäre, wie viele J30 es weltweit überhaupt noch gibt, und über welche Länder sich die verteilen. Die meisten sind wahrscheinlich in den USA verkauft worden. Wahrscheinlich ist der Bestand inzwischen schon so niedrig, dass die meisten Ersatzteile nicht mehr gefertigt werden.

    In Deutschland war wohl die KfZ-Steuer der große Killer des J30. Über die werksseitige Euro1-Einstufung kommt man nicht hinaus, weil es weder Kaltlaufregler noch Mini-Kat zur Euro2-Umrüstung für ihn gibt. Die gängigen Hersteller dafür (TwinTec, GAT, MangoldOberland, HJS etc.) haben zwar für den (handgeschalteten) Primera P10 entsprechendes auf den Markt gebracht, aber beim J30 war der Bestand schon damals (um 2005, als der Euro1-Steuersetz auf 15,13€ pro 100ccm hoch ging) zu gering, als dass sich die Entwicklungskosten gelohnt hätten. Und 453€ KfZ-Steuer pro Jahr sind dann eben doch ziemlich happig.

    Oh je, jetzt mache ich mir aber doch langsam Sorgen, was die Ersatzteilversorgung beim J30 angeht. Wenn schon etwas so banales wie ein Endtopf nicht mehr zu bekommen ist, muss es wirklich problematisch sein.


    Der Auspuffendtopf ist bei mir kein allzu akutes Problem, weil ich mir vor etwa 12 Jahren einen ganz neuen (Mittelrohr bis Endtopf, ist ein Teil) auf den Dachboden gelegt habe. Nissan-Originalteil von Nichira.


    Ich habe meinen J30 vor 11 Jahren in eine Scheune gestellt, wo er seither auf das H-Kennzeichen wartet. Sind keine 2 Jahre mehr hin. Einen gewissen Bestand an Ersatzteilen habe ich auch eingelagert. Nur werde ich bestimmt nicht alles vorrätig haben, was ich eines Tages mal brauchen werde. Deswegen ist mangelnde Ersatzteilversorgung höchst bedenklich.

    Für "Standard-Oldtimer", die jeder hat (wie Mercedes S-Klasse W126 oder Ford Mustang aus den 60ern) scheint die Ersatzteilversorgung kein Problem zu sein. Beim wesentlich jüngeren J30 dagegen wird's da scheinbar eng.

    Ja Donnerwetter, man glaubt es kaum, ein J30 mit H-Kennzeichen!

    Das muss wirklich einer der ersten sein, wenn nicht der allererste überhaupt. Der J30 kam ja erst 1989 auf den deutschen Markt.


    Das H-Kennzeichen bringt viele Vorteile. So ist endlich Schulss mit den 453 Euro KfZ-Steuer im Jahr, jetzt sind es noch 192.

    Und dass man keine Feinstaubplakette bekommt (die frühen J30 hatten Abgasschlüsselnummer 03 eingetragen und bekommen keine, trotz G-KAT, das wurde erst um 1991 mit der 01 besser), ist dann auch kein Problem mehr.


    So wie ich das lese, ist es offenbar kein großes Problem, einen neuen Zahnriemen für den VG30E zu bekommen, wohl aber die Beschaffung zweier vorderer Stoßdämpfer. Dass die Ersatzteilversorgung beim J30 inzwischen so kritisch geworden ist, macht mir doch etwas Sorgen. Ich habe mal schnell selber gesucht und herausgefunden, dass man die in den USA noch ganz gut bekommt:


    https://www.ebay.com/itm/Front…%3AMaxima%7CMake%3ANissan


    Das Paar für 55 Dollar ist auch nicht teuer, bloß werden Versand, Zoll, etc. da wohl etwas nervig werden. Man bräuchte da fast jemanden in den USA, zu dem man Teile schicken lassen kann, und der einem dann alles auf einmal im großen Paket übern Atlantik schickt.


    Bei meinem J30 sind es noch 2 Jahre und 8 Monate bis zum H-Kennzeichen (ist seit 10 Jahren in einer Scheune eingemottet). Ob ich dann noch alle Ersatztteile bekommen werde, um ihn wieder flott zu bekommen, dürfte spannend werden.